Sascha Delberg betreibt mit seiner Frau Romana die Yogawerkstatt in Wien. Kürzlich hat er einen Monat lang an einem Schweigeretreat in den USA teilgenommen. Ein Gespräch über das Alleinsein, innere Hürden und Erkenntnis durch Meditation.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich mag den Geruch von Räucherstäbchen, ich bin gern in laotischen Tempeln, wenn Mönche rezitieren, mir gefallen tibetische Rituale mit ihrer Musik, ich bin fasziniert von den trommelnden Mönchen in koreanischen Klöstern.

Gedanken lassen sich in bildgebenden Verfahren messen – wer meditiert, synchronisiert die Gamma-Wellen im Kopf, das erzeugt Glücksgefühle. Auszug aus einem Buch zum Thema. Wie Meditation das Gehirn beruhigt.

Gelassenheit ist eine schöne Sache. Ich hätte nie gedacht, dass mich alte Drama-Queen dieser Zustand einmal interessieren würde. Ich wollte immer heftig, leidenschaftlich für oder gegen eine Sache sein, niemals lau, niemals gelassen, immer entweder ... oder, immer intensiv, immer bunt und hör- und sichtbar sein. Dualität.

Manager tun es. Hausfrauen auch. Vielleicht auch Ihr Gärtner oder die Frau an der Supermarktkasse. Zeitschriften berichten regelmäßig übers Meditieren. Was früher Mönchen und Yogis vorbehalten war, hat seinen Weg in unseren Alltag gefunden.

In einer Meditationsgruppe habe ich gefragt: „Wohin führt dein innerer Weg – welche Qualitäten möchtest du in deinem Leben zur Blüte bringen?“ „Gelassenheit“, haben viele geantwortet, „Liebe, Humor und Gelassenheit, auch Zufriedenheit.“ Es ist, wie es ist.

Als der indische Zen-Patriarch Bodhidharma im 6. Jh. nach China kam, suchte ihn Kaiser Wu auf und fragte ihn: „Was ist die Essenz des Buddhismus?"
Bodhidharma antwortete: „Offene Weite, nichts von heilig." Zen ist ‚nichts Besonderes'. Also wozu das Ganze?

Ein Besuch im Krankenhaus ist nicht immer einfach. Kann die buddhistische Meditation im Umgang mit einem geliebten kranken Menschen helfen? Als ich das Krankenhaus durch die große Drehtür betrat, fiel mir ein junges Paar auf, das im selben Moment die Klinik verließ. Ein entzückendes Neugeborenes schlief im Arm des stolzen Vaters. Meditieren auf der Intensivstation.

Ajahn Brahm, als Peter Betts 1951 in London geboren, zählt zu den bekanntesten westlichen Theravada-Mönchen der Gegenwart. Als Abt eines australischen Klosters, Meditationslehrer und Autor besuchte er auch Deutschland. Paul Köppler traf den eigenwilligen Lehrer und sprach mit ihm über Meditation, Achtsamkeit im Alltag und wie wir mit ‚nervenden' Mitmenschen umgehen können.

In verschiedenen Ausgaben dieser Zeitschrift habe ich versucht, mehr oder weniger Kluges zum Thema Achtsamkeit zu schreiben; wie könnte ich also etwas Neues dazu schreiben? Darum will ich ein Lob der Un-Achtsamkeit versuchen. Vielleicht wirft das einiges Licht auf die Achtsamkeit.

Das Tibetische Totenbuch ist sicher eine der bekanntesten Schriften des Buddhismus, obwohl es vermutlich nicht viele gründlich gelesen haben. Es bietet eine einzigartig dastehende genaue Beschreibung der Reise des Geistes beim Sterben und nach dem körperlichen Tod, eine Anweisung zum Umgang mit den Zwischenzuständen und ihren Erscheinungen.

Die Meditation nimmt im Leben des westlichen Menschen einen immer größeren Stellenwert ein. Ob mit oder ohne religiösen Hintergrund spielt dabei keine Rolle. Seit Menschengedenken werden weltweit Meditationstechniken eingesetzt, um Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Ich entdecke mich immer wieder dabei, dass ich insgeheim auf etwas warte. Ganz leise flüstern winzige, freche Kobolde in mir: „Wenn es erst Weihnachten ist, dann...“ oder „Wenn ich dieses Projekt erst abgeschlossen habe, dann...“.

Menschen sind über ihre Nervensysteme eng miteinander verbunden. Die deutsche Neurowissenschaftlerin Tania Singer erforscht, wie Meditation das Sozialverhalten beeinflusst.

Das Arbeitsleben im 21. Jahrhundert hat sich gewandelt. Menschen wollen sich selbst verwirklichen. Mit Achtsamkeit lässt sich Sinn für sich und die Mitarbeiter finden.

„Herr Doktor, Sie sind meine letzte Hoffnung!“ Dann packt sie einen Stapel Befunde aus. Alles wurde bereits untersucht: von oben bis unten und von unten bis oben, von innen nach außen und von außen nach innen. Wunderschöne Bilder von Kopf bis Fuß, die Blutzellen abgezählt, der Harn analysiert, einfach alles. Die Diagnose: „Sie haben nichts! Wir haben nichts gefunden, also sind Sie gesund!

Den Geist beruhigen - Auf die Frage, wie denn überhaupt Ärger, Streit, Feindschaft und andere unheilsame Regungen entstehen, sagt der Buddha: „All das entsteht aus dem Verlangen. Verlangen entsteht dadurch, dass man zwischen ‚erwünscht' und ‚unerwünscht' unterscheidet." (Sutta Nipata 4/11)

Für Laien scheint es wie ein Wunder: Das Auto springt nicht an, ein Mechaniker dreht an einer Schraube und schon läuft es wieder. Für den Fachmann ist das kein Wunder, sondern das Resultat seiner erlernten Tätigkeit. Der Motor ist mein Geist, der Mechaniker bin ich, die Schraube sind meine Gedanken und Emotionen. Das gezielte Hineingreifen in den Motor ist die Achtsamkeit.

Dr. Günter Niessen ist Orthopäde, Physiotherapeut, Yogalehrer und Ayurveda-Mediziner – vor allem aber ein Mann, der nichts schönredet. Er steht mit einem Bein im Operationssaal eines norwegischen Krankenhauses und mit dem anderen auf der Yogamatte seiner Praxis in Berlin. Florian Reitlinger hat mit ihm über Licht- und Schattenseiten der Yogatherapie gesprochen.

Haben Sie dieses Jahr schon ein Retreat gemacht? Für mich gehört es zur Grundlage der buddhistischen Lebensführung, regelmäßig eine Zeit im Schweigen zu verbringen. Anfangs bin ich zu zehntägigen Retreats gefahren, jetzt freue ich mich, vier Wochen lang in die Tiefen der Stille einzutauchen.

Einfühlsame Berührung ist ein Zeichen von Liebe und Wertschätzung. Sie bereichert jede Beziehung, nährt, gibt Geborgenheit und Wärme. Die ‚Integrative Gestalt Massage ’ (IGM) ist ein freudvoller und genussvoll heilsamer Weg, diese Berührung in den Alltag zu integrieren.

In der islamischen Mystik, dem Sufismus, arabisch Tasawwuf genannt, gibt es zahlreiche und unterschiedliche spirituelle Übungen, die die Suchenden zur Meditation in Gott führen können.

Zen, ein Weg jenseits von Schriften und Dogmen, bietet keine Lehre, kein Geheimnis und keine Antworten. Es entzieht sich der Vernunft und verweist stets auf das Offenkundige. Was Zen ist, woher es kommt und wie es im Westen allmählich ankommt. 

Nicht nur mit Pillen lässt sich ein Rückfall in die Depression vermeiden. Die buddhistische Praxis der Achtsamkeit schützt Patienten bei Depression gleichermaßen. „Dies ergab eine aktuelle Studie aus der bekanntesten medizinischen Fachzeitschrift ‚The Lancet', so der Psychologe und Psychotherapeut Johannes Michalak.

Auch Wild- und Haustiere leiden an Depressionen. Helfen kann nur derjenige, der um die Bedürfnisse und natürlichen Lebensgewohnheiten weiß. Lange Zeit wurden Tiere von der Wissenschaft eher wie kleine Maschinen betrachtet, die weder zu Bewusstsein noch zu allen anderen damit verbundenen kognitiven Empfindungen fähig wären.

Das Ziel des buddhistischen Weges wird auch als ‚Befreiung‘ oder ‚Erlösung‘ bezeichnet. Was bedeutet nun Freiheit? Und wovon soll man sich befreien? Sind wir grundsätzlich frei? Wodurch wird diese Freiheit beschränkt? Freiheit als Konzept richtet oft mehr Schaden an, als es nützt.

Was ist eigentlich Meditation und wofür soll sie gut sein? Diese jahrtausendealte Tradition kann uns heutige Menschen vom Leid befreien. In abendländisch-philosophischer Tradition wird ‚Meditation' oft als intensives Nachdenken verstanden, nehmen wir etwa Descartes´ berühmte 'Meditationes de prima philosophia'.

Während die moderne Psychiatrie für die Behandlung von Depressionen in der Biochemie des Gehirns forscht und die Psychotherapie die Ursachen im psychosozialen Bereich sieht, wird im Ayurveda, wie bei allen anderen Krankheitssymptomen, der energetische Zustand der Betroffenen betrachtet.

Achtsamkeit heißt das neue Modewort in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Klingt gut. Doch was mit Achtsamkeit gemeint ist und wobei sie hilft, weiß kaum jemand. Die Geschichte der Achtsamkeit im Westen liest sich wie eine einzigartige buddhistische Erfolgsgeschichte.

Rechte Rede (sammā-vācā) bedeutet eigentlich mitfühlendes Sprechen. Wer aus der grundlegenden Motivation des Mitgefühls spricht und handelt, verwirklicht auch die ‚Rechte Rede'. Lügen zu vermeiden, versteht sich dann von selbst. Doch wir leben nicht in einer von Mitgefühl geprägten Gesellschaft.

Ich habe heuer den Frühling mit so großer Freude und Intensität erlebt wie schon lange nicht mehr. Meine kleine Enkeltochter lief von Blume zu Blume, und dort eine Hummel und hier ein Käfer und wo kommen die vielen Fliegen plötzlich her? Die Natur der Dinge.

 Das auf Achtsamkeit basierende Stressreduktionsprogramm MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction) wird weltweit immer häufiger angewendet. Dessen Begründer Jon Kabat-Zinn spricht über Achtsamkeit, Buddhismus und die Gefahren des illusorischen Denkens.

Wie man Meditation und Achtsamkeit üben kann. Wie man dadurch Stress und Lügen überwinden kann. Und wie alles miteinander zusammenhängt. Unter Stress versteht man eine körperliche Reaktion auf übergroße Belastung. Stress kann unangenehm (Disstress) und angenehm (Eustress) sein. Die meisten Menschen sind der Ansicht, ein Leben ohne Stress sei nicht denkbar.

Vom Weg und Ziel buddhistischer Meditation. Meditation – der Weg zum Einen? Obwohl die Lehre des Buddha bereits in der Zeit der Romantik nach Europa gelangte, entstand das Interesse für buddhistische Meditation erst in den berühmten Sixties des 20. Jahrhunderts.

Viele Zen-Neulinge kommen zu einem Zen-Einführungsseminar, weil sie einen Ausgleich zur Hektik der Arbeitswelt suchen. Sie versprechen sich Entspannung und Erlösung von ihrem inneren Stress. Und sie träumen von Gelassenheit und innerer Stille. Dann sitzen sie in dem Seminar (im Zen Sesshin genannt) in einer Reihe mit anderen dunkel gekleideten Menschen.

Buddha hat den mittleren Weg gelehrt, in dem wir zu Ruhe und Zufriedenheit kommen. Negative Einflüsse von außen, Ängste, Triebe und Süchte müssen wir dafür überwinden. Im Weg des buddhistischen Tantra können wir das in diesem Leben verwirklichen.

Nun weiß es auch die Wissenschaft, dass Achtsamkeit als wirksames Heilmittel gegen Stress eingesetzt werden kann. Eine wissenschaftliche Bewertung, ob der versprochene Effekt erzielt werden kann.

Der Yoga-Lehrer Christian Hackbarth-Johnson schreibt über den Hinduismus und die Meditation und blickt dabei auf eine Tradition von etwa 5.000 Jahren zurück.

Einen Tag achtsam sein, vom Aufwachen bis zum Einschlafen präsent im Moment, geht das? Ich starte den Selbstversuch, 16 Stunden Gegenwart. Die Kürbiskerne knistern, als unterhalten sie sich. Ich hebe die Frühstücksschale nah an mein Ohr und lausche der fremden Sprache auf meinem Hirsebrei.

Die ersten zehn Jahre des 3. Jahrtausends haben uns mit drei extremen und globalen Herausforderungen konfrontiert. Alle drei stehen untrennbar miteinander in Verbindung. Und alle drei zeigen das vollständige Versagen unserer gegenwärtigen Zivilisation und jener, die Entscheidungsmacht besitzen.

Die Befreiung vom Leiden, von selbst geschaffenen Fesseln, ist ein kreativer Akt im höchsten Sinn. Handlungen schaffen Karma und karmische Verstrickungen gelten als Ursache des Leidens. Es ist deshalb ebenso sinnvoll wie heilsam, die Quelle der Kreativität ein wenig genauer zu untersuchen. Im Buddhismus unterscheiden wir eine relative von einer endgültigen Wahrheit.

Für den Dalai Lama schützt die Mantra-Meditation den Geist vor schädlichen Konzepten und Vorstellungen. Mantras sind jedoch keine magischen Worte und auch keine Allzwecktechnik. Worauf man achten soll und welche Regeln zu befolgen sind.

Die Meditationslehrerin Hildegard Huber leitet seit 2006 das Vipassana-Meditationszentrum im bayrischen Sonnenthal. Für ihre Verdienste in der buddhistischen Lehre bekam sie den ‚Annual Benefactor of Buddhism Award for teaching Buddhism and Vipassana Meditation' in Chiang Mai, Thailand, verliehen.

Wie gehen Sie ganz persönlich mit Ihren täglichen Herausforderungen um? Aus der Erfahrung im über zehnjährigen Unterrichten der MBSR-Methode hat Jan Eßwein konkrete Hinweise gesammelt, die auch Sie für sich nützen können.

Wer glaubt, dass Meditation nur im Lotussitz glückt, irrt. Ob beim Laufen, Gehen oder Tanzen: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um in die spirituelle Welt einzutauchen. Ständige Erreichbarkeit im Job, E-Mails müssen so schnell wie möglich beantwortet werden – der Dauerblick auf das Smartphone gehört für viele zum Alltag.

„Was immer wir tun, wir tun es in dem Versuch, uns Bedürfnisse zu erfüllen." „Jedes NEIN ist ein JA zu einem anderen Bedürfnis." „Gewalt ist ein tragischer Ausdruck eines unerfüllten Bedürfnisses." (M. R.) Ein Aha-Erlebnis jagte das andere und nicht nur einmal hatte ich in diesen drei Tagen Tränen in den Augen.

Die Praxis von Yoga wirkt sich auf unser körperliches Wohlbefinden aus. Der Yoga verändert aber auch das Verhältnis, das wir zu uns selbst haben und somit unsere Beziehungen. Aber inwiefern? Wie können uns die philosophischen Weisheiten des Yoga in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen im Alltag weiterhelfen?

Krankheit, Depression und Schmerz: Meditation gilt als starkes Mittel gegen die verschiedensten Leiden. Doch wer nur auf dem Meditationskissen sitzt, um sich von einer bestimmten Krankheit zu lösen, wird vermutlich scheitern.Er war ein hilfsbereiter Kollege. Wer bei einem Projekt Unterstützung brauchte, ging zu ihm. Er saß schon früh am Morgen am Schreibtisch.

Um die Frage zu beantworten, versucht Peter Riedl herauszufinden, was Meditation ist und was sie nicht ist, was man im Westen und im Osten darunter versteht und was Buddha, Krishnamurti und andere dazu sagen. Unter dem Begriff Meditation wird ganz Unterschiedliches verstanden.

Über Jahrhunderte hat sich die japanische Teezeremonie mit ihren vielen Regeln zu einer perfekten Meditationsform entwickelt, die der Zen-Philosophie zugrunde liegt. Die Teezeremonie ist ein Zusammenspiel aus Tradition, Respekt, Kultur und Genuss.

Eine dreimonatige Praxisperiode im kalifornischen ‚Zen Center Tassajara‘ bringt zahlreiche Widerstände zum Vorschein, kann aber auch zur Entdeckung des Glücks führen. Ein Erfahrungsbericht.

Ursache\Wirkung interviewte den bekannten Psychologen Tobias Glück. Er sprach über die neurobiologischen Auswirkungen von Meditation und wie nachweisbar deren positive Effekte auf Körper und Geist sind. Doch nicht nur Meditation verhilft zu einem glücklicheren Leben: auch Achtsamkeit hilft.

Buddhas Anregungen zum Umgang mit Geld, Besitz und Wohlstand. Der Buddha selbst sowie seine Mönche und Nonnen lebten nach alter asketischer Tradition ein Leben ohne Geld, ohne feste Wohnung, ohne Besitz. Die Regeln besagen, dass Ordinierte Geld nicht annehmen und verwenden dürfen.

Der NLP-Master-Trainer Marc A. Pletzer spricht über den Zusammenhang von Meditation und Gesundheit, seine Erfahrungen, seine Thesen und wie er Menschen dabei unterstützt, gesund zu werden. Sind wir selbst verantwortlich für unsere Krankheiten?

Raphael Yehuda Zvi Werblovsky, emeritierter Professor der Hebräischen Universität in Jerusalem und Mitbegründer des „Israel Interfaith Comitee", überliefert uns eine Geschichte über eine Begegnung zwischen einem jüdischen Gelehrten und einem Zen-Lehrer.

Die Frage nach der ‚Geistessammlung’ als Grundlage für eine anhaltende Erfahrung der Nähe Gottes durchzieht die Geschichte der christlichen Frömmigkeit. Viele Menschen suchen heute, vom Aktionismus enttäuscht, nach Ruhe und Frieden. Das Herzensgebet kann dabei helfen.

Stress ist nicht nur nachteilig, Stress kann auch gut sein, gehört vielleicht zum Leben und scheint manchmal notwendig, um geistig zu erwachen. Es gibt verschiedene und zuweilen entgegengesetzte Wege zum buddhistischen Umgang mit Stress.

Über Papst Johannes XXIII. (Papst von 1958 bis 1963) erzählt man folgende Anekdote: Als er gerade Papst geworden war, konnte er kaum schlafen. Die Bürde der Verantwortung, all das, was er tun wollte, lastete schwer auf ihm. Er stand unter Dauerstress.

In einigen U\W Artikel machte ich schon Randbemerkungen zur Psychologie der Erforschung der Wirklichkeit unter dem Gesichtspunkt der Leidentstehung, zu den sogenannten ‚Gliedern der erlösenden Erkenntnis' (bojjhaṅga). Es bleiben noch zwei Glieder übrig: Sammlung (samādhi) und Gelassenheit (upekkhā).

„Einst sagte ein Mönch: ‚Wie benommen, o Herr, ist mir mein Körper, ich habe die Richtung verloren, die Dinge werden mir nicht klar, Starrheit und Mattigkeit halten meinen Geist gefangen, und ohne Begeisterung führe ich das Mönchsleben; auch Zweifel habe ich hinsichtlich der Lehre.'

"Merke: Buddha hat den leidenden, bei ihm Rat suchenden Menschen nicht die ‚Vier Edlen Wahrheiten' um die Ohren geknallt." – So endete im letzten Heft der erste Teil der Betrachtungen über die Zuflucht zur Lehre Buddhas. Wie ist Buddha aber dann bei der Vermittlung seiner Lehre vorgegangen?

Zunächst denkt man bei ‚Sangha’ an den gesamten buddhistischen Orden, vor allem an die Mönche, aber auch an die Nonnen. Zu diesem Sangha kann man vernünftigerweise keine Zuflucht nehmen, hat doch der buddhistische Orden nach dem Zeugnis der kanonischen Schriften von Anfang an, also schon zu Buddhas Zeit, massenhaft Gesindel angezogen.

Das Europäische Institut für Angewandten Buddhismus (EIAB) wurde im September 2008 im nordrhein-westfälischen Waldbröl eröffnet. Im Interview spricht Gründungsvater Thich Nhat Hanh über aktuelle Finanzierungsprobleme, die Bedeutung der Wirtschaftskrise und die Achtsamkeit im Alltag.