Viele Zen-Neulinge kommen zu einem Zen-Einführungsseminar, weil sie einen Ausgleich zur Hektik der Arbeitswelt suchen. Sie versprechen sich Entspannung und Erlösung von ihrem inneren Stress. Und sie träumen von Gelassenheit und innerer Stille. Dann sitzen sie in dem Seminar (im Zen Sesshin genannt) in einer Reihe mit anderen dunkel gekleideten Menschen.

Wie gehen Sie ganz persönlich mit Ihren täglichen Herausforderungen um? Aus der Erfahrung im über zehnjährigen Unterrichten der MBSR-Methode hat Jan Eßwein konkrete Hinweise gesammelt, die auch Sie für sich nützen können. Einerseits ist es in unserer Zeit immens wichtig, langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben. Andererseits wird gerade das immer schwieriger.

Achtsamkeit ist der Weg zur Überwindung von Kummer und Sorgen. Was bewirkt die Ethik des Buddha, um unser Leben voller und glücklicher zu gestalten?

Yoga und Achtsamkeit gehören zusammen und können weitreichende Folgen für unser gesamtes Leben haben.

Die Befreiung vom Leiden, von selbst geschaffenen Fesseln, ist ein kreativer Akt im höchsten Sinn. Handlungen schaffen Karma und karmische Verstrickungen gelten als Ursache des Leidens. Es ist deshalb ebenso sinnvoll wie heilsam, die Quelle der Kreativität ein wenig genauer zu untersuchen. Im Buddhismus unterscheiden wir eine relative von einer endgültigen Wahrheit.

„Was immer wir tun, wir tun es in dem Versuch, uns Bedürfnisse zu erfüllen." „Jedes NEIN ist ein JA zu einem anderen Bedürfnis." „Gewalt ist ein tragischer Ausdruck eines unerfüllten Bedürfnisses." (M. R.) Ein Aha-Erlebnis jagte das andere und nicht nur einmal hatte ich in diesen drei Tagen Tränen in den Augen.

Über Jahrhunderte hat sich die japanische Teezeremonie mit ihren vielen Regeln zu einer perfekten Meditationsform entwickelt, die der Zen-Philosophie zugrunde liegt. Die Teezeremonie ist ein Zusammenspiel aus Tradition, Respekt, Kultur und Genuss.

Rechte Rede (sammā-vācā) bedeutet eigentlich mitfühlendes Sprechen. Wer aus der grundlegenden Motivation des Mitgefühls spricht und handelt, verwirklicht auch die ‚Rechte Rede'. Lügen zu vermeiden, versteht sich dann von selbst. Doch wir leben nicht in einer von Mitgefühl geprägten Gesellschaft.

Buddhas Anregungen zum Umgang mit Geld, Besitz und Wohlstand. Der Buddha selbst sowie seine Mönche und Nonnen lebten nach alter asketischer Tradition ein Leben ohne Geld, ohne feste Wohnung, ohne Besitz. Die Regeln besagen, dass Ordinierte Geld nicht annehmen und verwenden dürfen.

Fred Kofman gehört zu den Wirtschaftsberatern, die Spiritualität und Business erfolgreich verbinden. Der Ökonom hat mit Ken Wilber und Peter Senge geforscht und das Integral Institute am MIT mitentwickelt. Mit seiner Firma Axialent widmet er sich der Schulung von Unternehmensführern und der Bewusstseinsentwicklung in Unternehmen.

Buddhismus und Achtsamkeit – ein neuer Trend in der Geschäftswelt! Doch ab wann wird eine Idee zum Trend und warum sind Meditation und Achtsamkeit bei Managern plötzlich so beliebt?

Oft ist die Zunge schneller als der Geist. Es sprudelt nur so aus uns heraus, obwohl wir doch von Lüge, Klatsch und Geschwätz Abstand nehmen sollten. Wie die Gedanken können auch Worte heilsam oder unheilsam, nützlich oder unnützlich, wahr oder falsch sein. Der Wert der Sprache liegt darin, Menschen zu heilsamen Taten zu bewegen. Über die Bedeutung der Worte auf dem Weg zur inneren Freiheit.

Für Laien scheint es wie ein Wunder: Das Auto springt nicht an, ein Mechaniker dreht an einer Schraube und schon läuft es wieder. Für den Fachmann ist das kein Wunder, sondern das Resultat seiner erlernten Tätigkeit. Der Motor ist mein Geist, der Mechaniker bin ich, die Schraube sind meine Gedanken und Emotionen. Das gezielte Hineingreifen in den Motor ist die Achtsamkeit.

Ursache\Wirkung interviewte den bekannten Psychologen Tobias Glück. Er sprach über die neurobiologischen Auswirkungen von Meditation und wie nachweisbar deren positive Effekte auf Körper und Geist sind. Doch nicht nur Meditation verhilft zu einem glücklicheren Leben: auch Achtsamkeit hilft.

Für all jene, die im ersten Augenblick gar nicht so recht wissen, wofür sie eigentlich dankbar sein sollen, haben wir hier mehrere Menschen, die ,Danke' sagen möchten, lass dich von ihnen inspirieren!

Raphael Yehuda Zvi Werblovsky, emeritierter Professor der Hebräischen Universität in Jerusalem und Mitbegründer des „Israel Interfaith Comitee", überliefert uns eine Geschichte über eine Begegnung zwischen einem jüdischen Gelehrten und einem Zen-Lehrer. Diese Geschichte kann als eine moderne Version der chassidischen Erzählungen (Aggada) oder der Zen-Erzählungen verstanden werden. Im Folgenden möchte ich zunächst die Geschichte wiedergeben und dann das Geheimnis ihres Reizes aus einer anthropologischen Sicht heraus erläutern.

„Zur Seite sitzend, wandte sich der Sakyerfürst Mahanamo an den Erhabenen: ‚Ich habe ... noch nichts darüber gehört, wie ein weiser Anhänger einen weisen Anhänger, der Beschwerden hat, leidet, schwer krank ist, ermahnen soll.' ...

Zen, ein Weg jenseits von Schriften und Dogmen, bietet keine Lehre, kein Geheimnis und keine Antworten. Es entzieht sich der Vernunft und verweist stets auf das Offenkundige. Was Zen ist, woher es kommt und wie es im Westen allmählich ankommt. 

Wie ist es denn so im Leben? Soll ich, darf ich, muss ich mich dankbar fühlen dafür, wie es läuft? Wenn es stimmt, dass Intelligenz die Fähigkeit ist, Komplexität zu reduzieren (war es Niklas Luhmann, der das gesagt hat?), dann darf ich die vielfältigen Ereignisse, denen ich im Leben so begegne, jetzt mal sehr vereinfacht in vier Arten einteilen: Entweder es läuft gut, oder es läuft nicht so gut; und in jedem der beiden Fälle bin ich entweder selbst daran schuld oder nicht.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich mag den Geruch von Räucherstäbchen, ich bin gern in laotischen Tempeln, wenn Mönche rezitieren, mir gefallen tibetische Rituale mit ihrer Musik, ich bin fasziniert von den trommelnden Mönchen in koreanischen Klöstern. Es wäre reine Heuchelei, wenn ich jemandem seine Freude an buddhistischen Ritualen vergällen wollte.

Das Tibetische Totenbuch ist sicher eine der bekanntesten Schriften des Buddhismus, obwohl es vermutlich nicht viele gründlich gelesen haben. Es bietet eine einzigartig dastehende genaue Beschreibung der Reise des Geistes beim Sterben und nach dem körperlichen Tod, eine Anweisung zum Umgang mit den Zwischenzuständen und ihren Erscheinungen.

Als der indische Zen-Patriarch Bodhidharma im 6. Jh. nach China kam, suchte ihn Kaiser Wu auf und fragte ihn: „Was ist die Essenz des Buddhismus?"
Bodhidharma antwortete: „Offene Weite, nichts von heilig." Zen ist ‚nichts Besonderes'. Also wozu das Ganze?

Zur Bedeutung Buddhas für die Buddhisten.
D
er Buddha Gautama hat nicht gewirkt, um den Buddhismus zu verbreiten. Sein Anliegen war, uns Menschen im Umgang mit dem alltäglichen Leiden zu helfen. Trotzdem wird man immer wieder gefragt, wie man ein Buddhist wird.

Stress ist nicht nur nachteilig, Stress kann auch gut sein, gehört vielleicht zum Leben und scheint manchmal notwendig, um geistig zu erwachen. Es gibt verschiedene und zuweilen entgegengesetzte Wege zum buddhistischen Umgang mit Stress.

Einen Tag achtsam sein, vom Aufwachen bis zum Einschlafen präsent im Moment, geht das? Ich starte den Selbstversuch in Achtsamkeit. Die Kürbiskerne knistern, als unterhalten sie sich. Ich hebe die Frühstücksschale nah an mein Ohr und lausche der fremden Sprache auf meinem Hirsebrei.

Wir beugen uns einem destruktiven Lebensstil, der sowohl Konformität als auch Konkurrenzverhalten einfordert und damit unsere inneren und äußeren Ressourcen erschöpft. Kann Achtsamkeit etwas daran verändern? Berufliche und private Imperative treiben viele Menschen in die Erschöpfung. Druck. Ständige Leistungsbereitschaft. Pausenlose Ansprechbarkeit.

Achtsamkeit heißt das neue Modewort in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Klingt gut. Doch was mit Achtsamkeit gemeint ist und wobei sie hilft, weiß kaum jemand. Die Geschichte der Achtsamkeit im Westen liest sich wie eine einzigartige buddhistische Erfolgsgeschichte. Kein anderes originär buddhistisches Konzept hat jemals einen solchen Eingang in den Mainstream der westlichen Gesellschaft gefunden wie die Achtsamkeit.

Wie man Meditation und Achtsamkeit üben kann. Wie man dadurch Stress und Lügen überwinden kann. Und wie alles miteinander zusammenhängt. Unter Stress versteht man eine körperliche Reaktion auf übergroße Belastung. Stress kann unangenehm (Disstress) und angenehm (Eustress) sein. Die meisten Menschen sind der Ansicht, ein Leben ohne Stress sei nicht denkbar.

„Einst sagte ein Mönch: ‚Wie benommen, o Herr, ist mir mein Körper, ich habe die Richtung verloren, die Dinge werden mir nicht klar, Starrheit und Mattigkeit halten meinen Geist gefangen, und ohne Begeisterung führe ich das Mönchsleben; auch Zweifel habe ich hinsichtlich der Lehre.'

Mitfreude ist ein zentraler Begriff der buddhistischen Geistesschulung und Ethik.

sabbe sattā mā laddha-sampattito vigacchantu
"Mögen alle Wesen erlangtes Wohlergehen nicht verlieren."

"Merke: Buddha hat den leidenden, bei ihm Rat suchenden Menschen nicht die ‚Vier Edlen Wahrheiten' um die Ohren geknallt." – So endete im letzten Heft der erste Teil der Betrachtungen über die Zuflucht zur Lehre Buddhas. Wie ist Buddha aber dann bei der Vermittlung seiner Lehre vorgegangen?

Das Europäische Institut für Angewandten Buddhismus (EIAB) wurde im September 2008 im nordrhein-westfälischen Waldbröl eröffnet. Im Interview spricht Gründungsvater Thich Nhat Hanh über aktuelle Finanzierungsprobleme, die Bedeutung der Wirtschaftskrise und die Achtsamkeit im Alltag.