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Am 2. Oktober 2019 jährte sich der Geburtstag der großen Seele, der Geburtstag von Mahatma Gandhi zum 150. Mal. Diesen Tag nahmen wir zum Anlass, um uns mit einigen Weisheiten dieses Menschen auseinanderzusetzen und dabei sieben Lebens-Lektionen von Mahatma Gandhi herauszufiltern. Welche ist die wertvollste für dich?

Mahatma Gandhi – Ein Leben für Gerechtigkeit
Auch Gandhi war übrigens Gegner; Gegner der Ungerechtigkeit, Befürworter der Gerechtigkeit. Insbesondere in Bezug auf Inder und Inderinnen. Als Rechtsanwalt setzte er sich in Südafrika für die Rechte und die Gleichberechtigung der dort ansässigen indischen Bevölkerung ein. Für Frauen und Angehörige der Paria (die auch oft fälschlicherweise als „Kastenlose“ bezeichnet werden) forderte er in seinem Geburtsland die Menschenrechte. Darüber hinaus setzte sich Mohandas Karamchand Gandhi für die Versöhnung zwischen Hindus und Muslimen ein. Und: er kämpfte gegen die koloniale Ausbeutung verbunden mit einem neuen, autarken, von der bäuerlichen Lebensweise geprägten Wirtschaftssystem.

Schließlich wurde er zum Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung. Er war es, der Indien im Jahr 1947 in die Unabhängigkeit und damit in die Befreiung von der britischen Kolonialherrschaft führte – mit gewaltfreiem Widerstand, zivilem Ungehorsam und dem Weg des Hungerstreiks. 5 Monate später, am 30. Jänner 1948, wurde Mahatma Gandhi von dem fanatischen, nationalistischen Hindu Nathuram Godse erschossen. Und doch steht Mahatma Gandhi immer noch, 71 Jahre nach seinem Tod, für gewaltlosen Widerstand.

2. Wut ist ein Geschenk.
Zugegeben, keine Weisheit, die man nicht unbedingt gleich mal mit Gandhi verbinden würde. Doch bei näherer Betrachtung passt sie ganz vortrefflich zu ihm. In seinem Buch „Wut ist ein Geschenk“ schreibt bereits erwähnter Gandhi-Enkel Arun, dass er oft mit seinem Großvater am Spinnrad gesessen und dessen Lebensgeschichten gelauscht habe. So soll dieser bei Gelegenheit seinem Enkel nicht nur erzählt haben, dass er nicht immer friedvoll gewesen wäre, sondern dass Wut durchaus ein Geschenk für uns alle wäre.

Sicher, Gandhi MUSS wütend gewesen sein. Wütend auf die Unterdrückung von Menschen. Wütend auf die ungerechte Behandlung seiner Mitmenschen. Interessant ist daran nur, wie Gandhi mit dieser Wut umging.

Wut ist – wie jedes Gefühl – eine Form von Energie. Mehr nicht. Weder positiv noch negativ. Sicher, wir tendieren dazu, unsere Gefühle ganz gern zu schubladisieren. Quasi Freude super, Traurigkeit überaus mies. Im Endeffekt sind Gefühle Wegweiser, „Aufmerksam-Macher*innen“ solange wir uns nicht von ihnen definieren und uns nicht zu sehr in sie hineinfallen lassen. Wenn du wütend gegenüber einem Zustand bist, was kannst du tun um – auf friedvolle und sinnvolle Art und Weise – Veränderung herbeizuführen? Wenn du traurig bist – was will dir die Traurigkeit zuraunen? Wenn du Liebe verspürst – was hat sie dir zu sagen?

500mal250 Gandhi II

Weitere Lektionen finden Sie hier.
Dieser Beitrag ist zuerst in der Yogazeit erschienen.

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