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Worum es in diesem Beitrag geht? Warte kurz. Gleich erfährst du’s. Warte. Ja, warte kurz. Richtig: um die Geduld. Warum wir sie dringend brauchen, was sie uns schenkt und wie du dich in ihr üben kannst, liest du hier.

Warten auf Geduld
Wartezeit. Oh, wie gern wird sie gefüllt, damit wir nur jaaaa keine Zeit verlieren. Gefüllt, voll gepackt mit produktiven und weniger produktiven Alternativen, doch in jedem Fall mit Ablenkung. Zum Wartezeitvertreib halt. Tut manchmal gut. Ist sicher manchmal sinnvoll.
Gleichzeitig … warte mal … in den Himmel schauen … andere Leute bewusst beobachten … tief durchatmend ausharren … verweilen können. Wie ging das eigentlich nochmal?
Die Wartezeit eine der besten Lehrerinnen, wenn es gilt, eine ganz besondere Tugend zu kultivieren: die Geduld, altertümlich Langmut genannt. Ja denn in einer Zeit, in der eine sms geschickt wird und die Antwort darauf sofort passieren könnte, in einer Zeit, in der wir heute etwas bestellen und morgen könnte es da sein, in einer Zeit, „In der Erfahrung des Wartens kann eine Chance liegen“, meint Stefan Gosepath, seines Zeichens Philosoph und Professor an der Freien Universität Berlin. Erwachsene wie Kinder brauchen Phasen des Nichtstuns um Gedanken freien Lauf zu lassen oder Erlebnisse überhaupt gedanklich zu verdauen. Beim Aus-dem-Fenster-schauen und langweiligen Augenblicken kommt dann zack ein guter Einfall, eine kreative Idee, eine Lösung die so nahe lag. „Das ist natürlich nicht garantiert, aber wenn man keine Gelegenheiten schafft für solche Gedanken, dann kommen sie auch nicht“, sagt Gosepath. „Man muss ihnen Raum geben.“

"Hab Geduld mit allen Dingen, aber besonders mit dir selbst."

Geduld II

 

Weitere Beiträge zur Geduld finden Sie hier.

 Dieser Blog ist zuerst in der Yogazeit erschienen.

Fotos © Pixabay

Kommentare  
# Stefan K. 2018-10-17 12:11
Wichtiger hinweis, dass man vor allem mit sich selber am geduldigsten sein soll
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