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Dankbarkeit ist ein Gefühl, welches kommt und geht. Es ist ein Seelenanteil, eine Welle im Ozean, die sich immer wieder neu erfährt. Mal stärker, mal schwächer. Extremisten ständig propagierender Dankbarkeit sind Propagandisten.

Schau, was sie extrem von sich, möglicherweise auch von Dir ständig (süchtig) erwarten. Gratitude ist oftmals eine Attitude, mit der sich die Menschen etwas erhoffen. So erfährt sich die Hoffnung.

Menschen reden anderen ein, sie müssten dankbar sein, damit sie mit der Dankbarkeit das Gute in ihr Leben ziehen. Sie glauben, dass sie mit der aus ihrer Erinnerung produzierten Dankbarkeit nur noch Positives in ihr Leben ziehen. Es ist eine strategische Dankbarkeit des Verstandes. Damit will der Mensch eine jede negative Erfahrung als spiegelbildlichen Schatten einer positiven Erfahrung vermeiden. Solche Menschen wollen Vermeidung erfahren und ziehen damit auch das Unvermeidliche an. Menschen wollen Schmerz und Enttäuschung vermeiden. Es ist eine Täuschung, die eines Tages ent-täuscht, integriert und erlöst, einfach losgelassen werden will. Ansonsten erfährt sich die Sehnsucht nach ängstlicher Vermeidung des Negativen immer wieder neu. Wie könnte sich das Positive jemals ohne das Negative erfahren? Wer schenkt dem Negativen bewusst seine Liebe? Was wäre die allumfassende Liebe, wenn sie nur im Positiven zu Hause wäre? Sie wäre einseitig und unvollkommen. Sie wäre Yin ohne Yang. 

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