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Das, was der Mensch gefühlsmäßig von sich abtrennt (abspaltet), das kann er auch wieder bewusst integrieren. Gefühle, die der Mensch abgelehnt hat, die kann er auch bewusst annehmen (fühlen).

Jede bewusste Annahme eines ungeliebten Gefühls setzt eine vorhergehende Ablehnung bestimmter Gefühle voraus. Wie könnte sich die (Selbst-) Annahme jemals ohne (Selbst-) Ablehnung erfahren? Jede Integration setzt die Existenz einer Abspaltung, Ausgrenzung oder Verdrängung voraus. Auch insofern ist das Leben komplett.

Die Annahme dessen, was JETZT ist, ohne im Herzen tief zu fühlen, was ist, wird dann nicht wirklich funktionieren, wenn Deine Seele die Erfahrung bewussten Fühlens auf der Erde, in einem menschlichen Körper machen will.

Gefühle, die der Mensch nicht unter Kontrolle hat, die kann er nicht unter Kontrolle haben, wenn sich gerade Kontrollverlust oder Kontrolllosigkeit erfährt. Wenn sich gerade das erfährt, was der Mensch als Schicksal bezeichnet, dann behauptet er ja auch nicht, das Schicksal unter Kontrolle zu haben.

Nimm wahr, wenn ein Mensch gerade Kontrollverlust oder Gefühle erfährt, die er so gar nicht will. Hast Du jene Gefühle, die Du nicht willst, wahrhaft unter Kontrolle, ohne Dir der wahren Fülle Deiner Quelle, die jedes Gefühl ist, bewusst zu sein?

Schicksalhafte Erfahrungen münden irgendwann in die Erkenntnis, dass die Seele einen Plan, einen Weg der Liebe hat, der den Menschen sich selbst in allem erkennen lässt.

Erkenne wer Du bist, durch das, was Du fühlst, manchmal auch leidlich und schmerzhaft fühlen musst. Die tiefste Wunde ist die Urwunde Deines Seins und Dein Eintritt ins Licht.

gefühlsmäßig

Die Auflösung des Leids ist an die Erkenntnis der Liebe auch im Leid gebunden. Jegliches leidvolle Gefühl versucht der Mensch zu vermeiden – bis er bereit ist, es zu fühlen, um sich auch in jedem Gefühl, im Mitgefühl zu erkennen. Die Liebe will in ihrer gefühlten Ganzheit erkannt werden.

Notwendige und schmerzhafte Erfahrungen zu leugnen, schönzureden oder auch wegatmen zu wollen, sind Erfahrungen des Leugnens, Ablehnens, Dementierens, Ausschließens, Wegschauens, Verdrängens und Bestreitens.

Mit allen Erfahrungen davon gehen wiederum Gefühle einher. Viele davon wollen wir nicht und so erfährt sich ständig neu auch das Gefühl, welches wir partout nicht wollen. Erkenne das, was Du willst durch das, was Du nicht willst. Das Gefühl, welches Du absolut nicht willst, da sitzt auch Dein größter Widerstand, Deine stärkste Blockade. Das Absolute will sich eben auch erfahren, so wie der Widerstand.

Kommentare  
# Monica 2018-09-21 10:12
Nicht alle schmerzhaften Erfahrungen sind notwendig, jedoch formen sie uns und machen uns zu der person die wir sind!
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