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Lama Ole Nydahl veröffentlicht auf seiner Homepage, dass er am 13. Juni 2015 den Preis für Dialog, Koexistenz und Frieden der UNESCO-Assoziation für interkulturellen und interreligiösen Dialog in Malaga (Spanien) erhalten habe. Der Preis sei ihm ‚zur Förderung von Meinungsfreiheit, Mitgefühl, Frieden und Güte‘ verliehen worden.

Ein weiterer Preisträger sei Papst Franziskus I. gewesen. Präsident Lorenzo Rodriguez de la Peña‚ habe die einzigartige Rolle Nydahls bei der Stärkung universeller Werte und menschlicher Freiheiten sowie die Unterstützung für viele Menschen bei der Entwicklung von innerem Frieden und Wohlergehen‘ betont.

Lama Ole Nydahl tätigt seit Jahren Äußerungen über den Islam in seiner Gesamtheit.
Diese werden von vielen Menschen, auch von mir, als verunglimpfend empfunden. Eine Teilnehmerin am Deutschlandtreffen vom 23. März 2016 im Kasseler Messezentrum berichtete Ursache\Wirkung, der Lama habe seinen ZuhörerInnen empfohlen, die Partei ‚Alternative für Deutschland‘ zu wählen, da „Frau Merkel ja alle die aufnehmen wolle, die sonst keiner haben möchte. Alle Menschen, die aus den Ländern mit islamischer Kultur stammen, seien ungebildet, schlügen ihre Frauen und vergingen sich an den deutschen Frauen.“
Die deutschsprachigen buddhistischen Dachverbände, die Deutsche Buddhistische Union, die Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft und die Schweizerische Buddhistische Union, beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit Lama Ole Nydahl und dessen umstrittenen Aussagen auf großen buddhistischen Veranstaltungen.
Haben diese Dachverbände bei der UNESCO-Assoziation für interkulturellen und interreligiösen Dialog nachgefragt, wie es zu dieser Preisverleihung gekommen ist und ob der UNESCO die als hassvoll und gesellschaftsspaltend empfundenen Aussagen von Lama Ole Nydahl bekannt sind?

Kommentare   

# Aharon 2016-04-12 02:25
Hallo Herr Dr. Riedl,
es handelt sich nicht um eine Preisverleihung der UNESCO in Malaga, sondern um eine Preisverleihung einer der UNESCO nahestehenden Assoziation, die ausschließlich in Malaga tätig ist (nämlich der Asociación UNESCO para la promoción del diálogo intercultural e interreligioso en Malaga, http://unesco-malaga.blogspot.de/). Es handelt sich keinesfalls um eine Entscheidung, die in irgendeiner Form von der UNESCO selbst abgesegnet wurde: "Although UNESCO’s name appears in the titles of the different Clubs and their federations, it does not mean that the Organization is in any way responsible for their activities." (http://en.unesco.org/countries/associations-centres-and-clubs-unesco)
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# Stephan 2016-04-12 10:25
Ich kann die Aussage der Teilnehmerin nicht bestätigen und war selber Zuhörer bei dem besagten Kurs.
Viel Glück Ihnen noch und vielleicht können Sie ja sagen was wer wann sagen darf oder wenn man Wählen darf.
Ich finde wir brauchen alle viel mehr moralischen Beistand.
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# Jan Arnold 2016-11-18 14:48
http://youtu.be/jvTFBB7qW6Q

Interessant ab 19:40, wobei das gesamte Interview mit Nydahl Bände spricht.

Bemerkenswert auch Ihre passiv aggressive Art in der Sie den Kritiker hier angehen. Sehr charakteristisch für die Anhänger der Nydahl-Bewegung
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# Layla 2016-12-28 20:43
Auch ich war durchgehend Teilnehmerin besagter Veranstaltung in Kassel und habe die hier aufgeführte Aussage, die sogar in wörtlicher Rede geschrieben ist, nicht vernommen. Alles Gute Herr Riedl
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