Im engagierten Buddhismus vollendet sich die Meditationspraxis. Engagement ohne spirituelle, ethische Grundlage bleibt blind, neigt zu Ungeduld und Gewalt; Meditation ohne Mitgefühl im Alltag bleibt leer. Erst zusammen sind sie der ‚Mittlere Weg'.

„Auf eine Zweiheit stützt sich gewöhnlich diese Welt: auf Sein und Nichtsein. Für den aber, der in rechter Weisheit der Wirklichkeit gemäß die Entstehung der Welt erkennt, gibt es das nicht, was man in der Welt ‚Nichtsein' nennt ... gibt es das nicht, was man in der Welt ‚Sein' nennt.

Der Inhalt der ersten Zuflucht ist:

„Der Ehrwürdige ist so: vollkommen zur Erlösung gelangt, vollkommen richtig von selbst zur Wahrheit erwacht, in Wissen und Wandel vollendet, hat den Weg durch die Wiedergeburten gut beendet, ist ein Kenner der Welten, ein unübertrefflicher Lenker der bezähmbaren Menschen, Lehrer der Götter und Menschen, ein Buddha, ein Ehrwürdiger."

‚Johannes Paul, Superstar' betitelte der dpa-Auslandskorrespondent Hans-Jochen Kaffsack am 1. Mai 2011 einen Artikel über die eilige Seligsprechung des Papstes Johannes Paul II. Mit ‚tosendem Jubel, Tränen der Freude', so der Bericht, wird der erste Schritt des toten Papstes zum heiligen Papst verfolgt. Ein nicht ganz uninteressantes und auch ein nicht ganz selbstverständliches Phänomen.

In Nina Hagen scheint man einer sinnlich-spirituellen Frau zu begegnen, die den Frieden mit sich und der Welt gefunden hat. Gleichwohl ballt sie die Faust bei all den Ungerechtigkeiten dieser Welt. Aus der vormals verrückt-provokativen Nina ist eine reife, empathische und sensitive Lady geworden. Nach einem Konzert im Juli in der Wiener Stadthalle trafen wir die Allround-Künstlerin zu einem Gespräch.

Drei Fragen beschäftigen uns, seit es die Menschheit gibt. Die Antworten darauf werden in Philosophie und Wissenschaft diskutiert. Bernhard Müller hat dem Dalai Lama diese Fragen exklusiv für U\W unterbreitet. 

Der Kern des Zen ist immer der gleiche – egal, ob im Westen oder Osten praktiziert. Zen zielt auf die Erfahrung einer transpersonalen Wirklichkeit. Wir nennen es ‚Erwachen’.

Eine achtsame Geisteshaltung (Sanskrit smŗti) ist die Grundlage für die Entfaltung aller anderen yogischen Qualitäten. Wird die Achtsamkeit auf einen bestimmten Bereich fokussiert und vertieft, ergibt sich eine besondere Klarheit des Bewusstseins, die Einsichten und Erkenntnisse (S. prajñā) begünstigt.

Ohne Zweifel gab es zu Buddhas Zeiten gesellschaftliche Strukturen, die es erlauben, gewisse Ähnlichkeiten mit unserer Kultur zu entdecken. So gab es verschiedene Berufe, die mit unseren zu vergleichen sind wie Herrscher und Politiker, Kaufleute, Krieger, Ärzte, Künstler, Bauern und Handwerker.

Der Buddhismus wird vielfach mit der Vorstellung in Verbindung gebracht, dass ein unerbittliches Karmagesetz das Leben und Sterben über den Tod hinaus regiert: Die vollbrachten Taten erzeugen durch ihre moralische Qualität ein ‚Karma', das in einem späteren Leben ‚reift' und zu einem neuen Körper in neuen Situationen führt. Was darin dann erlebt wird, ist verursacht durch vergangene Taten.

Innerhalb der plastischen Buddha-Ikonografie begegnet uns eine breite Palette an Darstellungsvarianten. Wie kam es zu dieser Vielfalt und welche Bedeutungen stecken dahinter?