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Die investigative Dokumentation zeigt, welche Lobbys am Lebensmittelmarkt ihre Interessen durchsetzen. Es geht den Gruppierungen dabei nicht um die Gesundheit der BürgerInnen, sondern – wenig überraschend – ausschließlich um ihren Profit.

Wir essen zu viel und wir essen das Falsche. Das kann fatale Folgen für unsere Gesundheit haben. Der Regisseur Kip Andersen macht sich in seinem neuen Film auf die Suche nach den Gründen dafür. 
Die investigative Dokumentation zeigt, welche Lobbys am Lebensmittelmarkt ihre Interessen durchsetzen. Es geht den Gruppierungen dabei nicht um die Gesundheit der BürgerInnen, sondern – wenig überraschend – ausschließlich um ihren Profit. 
Andersen sieht einen wichtigen Grund für das Übergewicht und die daraus resultierenden Krankheiten im Konsum von Fleisch- und Milchprodukten. Sogar Gesundheitsorganisationen in den USA wie die ‚Cancer Society‘ oder die ‚American Heart Association‘ warnen nicht vor tierischen Produkten, deren Verzehr für den Fortlauf von Krankheiten wenig förderlich ist. Warum ist dies so? Fleisch- und Milchproduzenten treten als Sponsoren auf, so der Regisseur, es sei so, als ob ‚die Gesellschaft zum Kampf gegen Lungenkrebs von der Tabakindustrie gesponsert würde‘. 
Eine interessante Dokumentation, die einen ernsthaft überlegen lässt, ob man sich nicht doch vegan ernähren sollte. Ein kleines Manko hat der Film, vor allem für uns EuropäerInnen: Es wird nur die Situation in den USA beleuchtet.

Kip Andersen, Keegan Kuhn
What the Health
Polyband/WVG 2017
88 Minuten