Buch

Vielen Lesern wird der Autor Ajahn Brahm bereits ein Begriff sein. Vor fast zehn Jahren hat es sein Werk ‚Die Kuh, die weinte‘ bis in die deutschen Bestsellerlisten geschafft. Nun ist sein neues Werk endlich auch auf Deutsch erschienen.

Wer sein Erstlingswerk kennt, wird dieses Buch genießen, wer es noch nicht kennt, wird es lieben. In 108 teils komischen, teils traurigen und berührenden, aber immer inspirierenden Kurzgeschichten vermittelt der Autor buddhistische Weisheiten. Auch wenn das neue Buch nicht ganz an die Qualität des Vorgängers herankommt, soll doch eine Kaufempfehlung ausgesprochen werden.

Wie man dieses Buch verwendet, ob als Ratgeber, zur Zerstreuung oder zum Studium, sei jedem selbst überlassen. Die beste Wirkung entfaltet das Buch sicherlich, wenn man sich bewusst jeden Tag nur ein paar Geschichten nähert – auch wenn es schwerfällt – und versucht, tief an die dahinterliegenden Erkenntnisse zu gelangen. Eine Freundin von mir hat ihrer Tochter aus dem Vorgängerwerk abends stets eine Geschichte vorgelesen und sie haben danach darüber diskutiert. Obwohl nicht alle Geschichten für Kinderohren bestimmt sind, bringen sie durch ihren Märchen- und Fabelcharakter die perfekte Voraussetzung mit, um auch die Jüngsten an das Thema heranzuführen.

Wie gesagt: Wie man das Buch verwendet, sei jedem selbst überlassen, ich habe mich jedenfalls dabei ertappt, immer wieder zu meinen Lieblingsgeschichten zurückzugehen und sie noch einmal nachzulesen. Der geneigte Leser sei gewarnt, dass man bei manchen Erzählungen durchaus einem Lachanfall erliegen kann. Das Buch ist auch als Hörbuch erhältlich und eignet sich perfekt als Begleiter auf langen Reisen. Apropos, die erste Geschichte des Buches ‚Der Behälter und die Inhalte‘ sollte man als Pflichtlektüre für all jene einführen, die sich, ihre Religion und die Insignien ebendieser allzu ernst nehmen.


Lotos Verlag, 2015
240 Seiten

 

 

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