Meditation

Meditieren ist modern. ‚Meditation‘ ist in aller Munde. Doch vor allem zu Beginn ist es gar nicht so einfach, täglich zu meditieren. Um den Einstieg zu erleichtern, haben wir neun hilfreiche Tipps zusammengestellt, denn aller Anfang ist schwer.

Viele Menschen, die früher nichts mit den Begriffen ‚Meditation‘ und ‚Achtsamkeit‘ anfangen konnten, benutzen diese nun fast täglich. Doch Meditation und Achtsamkeit in seinen Alltag zu integrieren ist nicht einfach, ganz im Gegenteil: Es bedeutet Arbeit.

Doch diese Arbeit zahlt sich aus, denn wenn wir es einmal geschafft haben, eine Routine zu entwickeln, geht alles Weitere viel einfacher. Doch das funktioniert nur, wenn wir nicht bereits nach drei Tagen aufgeben. Denn mit dem neuen Jahr wurden auch viele neue Vorsätze gefasst. Viele nahmen sich vor, mehr Sport zu machen, doch nur weil man nun eine Mitgliedschaft in einem Fitnesscenter hat, bedeutet dies nicht, dass man automatisch mehr Sport macht. Man muss sich jeden Tag aufs Neue dazu überwinden, sich an seine neuen Vorsätze zu halten. Bei der Meditation ist es genauso. Und da es vor allem zu Beginn schwerfällt, die Meditation in seinen Alltag zu integrieren, haben wir ein paar Tipps zusammengefasst, die hilfreich sein können:

1. Selber Ort, selbe Zeit. Klingt einfach, doch dieser kleine Satz wirkt wahre Wunder. Denn genau so, wie wir immer zur selben Zeit am selben Ort arbeiten, sollten wir auch einen Ort und eine Zeit schaffen, wo wir abschalten können. Schaffe also einen gemütlichen Ort, an dem du am besten jeden Tag meditierst. Du wirst schnell feststellen, dass du nach einer gewissen Zeit an diesem Ort automatisch ruhiger wirst und dich schneller auf deine Meditation konzentrieren kannst.

2. Meditiere in der Früh. Wenn möglich, meditiere direkt nach dem Aufstehen. So kannst du es gleich in der Früh von deiner ‚To-do‘-Liste streichen. Außerdem wirkt das Meditieren in der Früh Wunder: Man ist nicht mehr so verschlafen und verbringt den Tag achtsamer. Besser kann man doch gar nicht in den Tag starten, oder?

3. Meditiere zu einer anderen Uhrzeit, wenn es dir in der Früh nicht möglich ist. Manche haben in der Früh nicht die Zeit oder Geduld, um zu meditieren. Doch wenn du dich dazu entschließt, zu einer anderen Uhrzeit zu meditieren, trage es dir in deinen Kalender ein und behandle es wie jeden anderen wichtigen Termin. Bereite dich einige Minuten vorher darauf vor, indem du Kerzen anzündest oder gemütliche Kleidung anziehst. Diesen Termin solltest du weder verschieben noch absagen, denn die eigene geistige Gesundheit ist wichtig und sollte daher auch als Priorität angesehen werden.

4. Meditiere vor oder nach einer täglichen Handlung. Es gibt viele Dinge, die wir fast täglich machen: duschen, schlafen, essen, aufräumen, lesen, fernsehen, um nur ein paar zu nennen. Es kann helfen, wenn wir die Meditation vor oder nach einer Tätigkeit ausüben, die wir täglich praktizieren. Der Gedanke dahinter ist, dass wir keine neue Routine entwickeln müssen, sondern sie einfach an eine bestehende anhängen.

 

10tipps meditieren

 

5. Beurteile deine Meditation nicht. Der Mensch beurteilt gerne, doch in der Meditation gibt es weder ‚gut‘ noch ‚schlecht‘. Es gibt weder eine gute Meditation noch eine schlechte Meditation. Wenn man sich sagt, dass die Meditation heute ‚schlecht‘ war, verliert man automatisch die Motivation.

6. Sei flexibel. Es wird Tage geben, an denen alles anders läuft und jegliche Routine über Bord geworfen wird. Doch das ist noch lange kein Grund, auch auf seine Meditation zu verzichten. Wie bereits unter Punkt 2 erläutert, gibt es kaum etwas Wichtigeres als die geistige Gesundheit. Selbst wenn sich also die Tage einstellen, an denen alles anders ist: Meditiere – egal, wann, egal, wo.

7. Schreibe deine Fehler auf. Realistisch gesehen wird es schwer sein, wirklich konsequent täglich zu meditieren, doch wenn du schon beschließt, nicht zu meditieren, notiere dir das Datum und den Grund. Ausreden zu finden ist oft leicht, doch wenn wir dann den Grund, schwarz auf weiß auf einem Stück Papier sehen, stellen wir häufig fest, dass dieser Grund meist wirklich nur eine Ausrede ist.

8. Halte dir die Vorteile vor Augen. Wenn du möchtest, notiere sie. Denke darüber nach, wie du dich nach der Meditation fühlst, körperlich und geistig. Erinnere dich immer wieder aufs Neue an dieses Gefühl, dann wird es einfach, täglich zu meditieren.

9. Du bist nicht perfekt, also bleib realistisch. Seinen Geist zu trainieren ist eine Aufgabe, die nicht nach einer Woche erledigt ist. Seinen Geist trainiert man sein Leben lang. Wenn die eigenen Erwartungen zu hoch gesteckt sind, kann es passieren, dass wir uns selber enttäuschen. Um das zu vermeiden, bleibe realistisch, denn Veränderungen brauchen Zeit.

 

Weitere Meditations- und Achtsamkeitsübungen finden Sie hier.

 

Kommentare  
# Anna Bauer 2016-04-18 12:41
Tipps sind immer Hilfreich - nur muss man sich auch daran halten ;)))
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# Andreas Eckl 2016-05-02 11:52
Klein beginnen, täglich 5 Minuten. Zur Gewohnheit werden lassen, wie das Zähne putzen. Langsam die Zeit steigern. Heute sitze ich morgens und abends je 15 Minuten. :-)
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# Susanna Reuther 2016-05-02 11:53
Danke für die Tip's. Besonders das "Verurteile dich nicht !!" ist für mich besonders schwer.
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# Sylvia Hoyer 2016-05-02 11:53
Alles was du brauchst ist schon da. Sei gut zu dir selbst dann bist du such gut zu anderen. Verurteile dich nicht. Und bewerte nicht. Fange mit dem meditation klein an und sieh deine entwicklung. Du wirst überrascht sein.
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# Ruth Deiss 2016-05-02 11:53
Mit dem Atem ♡
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# Janos Kocsis 2016-08-01 08:33
seit der mensch denken kann, meditiert er...
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# Lukas 2016-09-06 12:22
Hallo Verena!
Deine Tipps sind wirklich gut. Ich finde, eine gute Vorbereitung gehört zu einer Meditation dazu. Hierzu habe ich ein Video gefunden, dass dich interessieren könnte: https://www.youtube.com/watch?v=ZqfkH8fxsks

LG Lukas
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# VerenaP 2016-09-07 11:30
Das Video ist wirklich sehr gut! Vielen Dank für's Teilen! :-)
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