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Laut einer Studie der Umweltorganisation “Ocean Conservancy”, ist Thailand eines der fünf Länder, die für 50 Prozent des gesamten Plastikmülls in den Ozeanen verantwortlich sind. Diese Mönche starteten eine Initiative um dem ein Ende zu setzen.

Durch den Aufruf der Mönche des Wat Chak Daeng Tempels an die umliegende Bevölkerung landen monatlich 15 Tonnen gespendete Plastikflaschen im Wat Chak Daeng Tempel um dort weiter zu Mönchsroben verarbeitet zu werden. Mithilfe von speziellen Maschinen werden die Plastikflaschen dort zu recycelten Polyesterfasern gepresst und danach von den Mönchen selbst zu Stoffen gewebt.
Klingt ganz einfach, ist es aber nicht. Der stellvertretende Abt Pra Maha Pranom, welcher sich drei Jahre mit der Materie Recycling befasste und damit experimentierte, erklärte auf Thai PBS World, einem thailändischen Fernsehsender: „Eine Frage dabei ist, wie man den Kunststoff abkühlen kann. Wir haben ihn mit Baumwollfasern und Zinkoxid-Nanopartikeln gemischt und ihn in ein Nanogewebe umgewandelt. Es handelt sich also nicht nur um ein recyceltes Gewand, sondern um ein "Nano-Gewebe", bei dem statt des minderwertigen Kunststoffs hochwertiges recyceltes Plastik verwendet wird.“

Die Helden des Wat Chak Daeng Tempels

Die Mönche sehen ihre Aufgabe darin, ein Bewusstsein zu schaffen, um der Verschmutzung der Weltmeere endgültig ein Ende zu setzen. Mit dieser Initiative sind sie ein großes Vorbild für alle Umweltschützer, denn sie haben bereits über 40.000 kg Plastikflaschen zu Roben verarbeitet. Desweiteren, ist auf dem Tempelgelände der Bau eines Zentrums geplant, welches der Umweltbildung dienen soll.

Während der Corona-Pandemie haben die Mönche beschlossen, neben den Roben auch Gesichtsmasken zu produzieren, um die Menschen rund um den Wat Chak Daeng-Tempel zu schützen. In den einzigartigen Masken werden buddhistische Gebete eingestickt. Diese Gebete sollen dabei helfen, auch während einer Krise gewissenhaft zu bleiben.

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