Blog

Oder noch einmal anders gesagt: Wirtschaftswachstum hat nie als Mitte unserer Welt getaugt. Zumindest nicht im Sinne der Verbundenheit.

Und ohne Verbundenheit als unser kollektives Zentrum funktionalisieren wir Menschen als Humankapital, Tiere als Fleischlieferanten, Natur als unser Rohstofflager und die Erde als unsere Dienerin – auch weiterhin für ein „höheres“ Ziel, das da Wirtschaftswachstum, Wohlstandsförderung und nationalstaatlicher Standortwettbewerb heißt. Wollen wir so leben? Soll das die Mitte unserer menschlichen Welt bilden? Welche Geschichte unserer Gesellschaft erzählen wir dann unseren Kindern, unseren Enkelkindern und vielleicht auch unseren Urenkelkindern?

 

Wirtschaftswachstum

Was sagen wir ihnen, wenn sie fragen, warum wir ihnen durch unser System die Zukunft gestohlen haben? Sagen wir: Wirtschaftswachstum war unser höchstes Ziel, und dafür haben wir den Klimawandel in Kauf genommen, die natürlichen „Ressourcen“ erschöpft, die globale Ungleichheit und mit ihr die internationale Arbeitsteilung genutzt, um möglichst billig Waren zu produzieren, die dann doch zum Großteil nur weggeworfen werden. Wir haben für diesen „höheren“ Zweck die Meere mit Plastik verseucht, Unmengen an Atommüll produziert und fossile Brennstoffe in die Luft geblasen, sodass wir sogar vom Anthropozän sprechen können. Soll das unsere Geschichte sein? Und ist dieser Zweck die Mittel wert?

Fragen wir uns lieber: In welchen Grund stellen wir unsere gemeinsame Welt?

Den verherigen Teil dieser Serie finden Sie hier. Alle Beiträge von Melanie Lanner finden Sie hier.

Kommentar schreiben