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Ich habe zwar geschrieben, dass ich keinen Umsetzungsplan anzubieten habe, und doch existieren bereits viele Initiativen, Projekte und zivilgesellschaftliche Bewegungen, die mit Alternativen zum bestehenden System experimentieren und das Denken in Verbundenheit üben.

Da gibt es Bienenstöcke im Hinterhof, um dem weltweiten Bienensterben etwas entgegenzusetzen, Suppenküchen, die mit Nahrungsmitteln kochen, die andernfalls im Müll gelandet wären, Selbstversorgungshöfe, gemeinschaftliche Wohnprojekte, Generationenhäuser, Nachbarschaftsinitiativen für ein besseres Miteinander, Urban-Gardening-Projekte und „essbare Städte“. Reduktion ist natürlich auch immer eine Lösung. Zero Waste, Upcyling, Reparaturcafés, „Cradle-to-Cradle"-Verfahren, Leih- und Tauschökonomien, Energiesparmaßnahmen, energieautarke Gemeinden und Ökodörfer sind Wege aus der Ressourcenverschwendung.

Lösung
Die biologische Landwirtschaft, insbesondere die Permakultur ist eine Alternative zur konventionellen Agrarindustrie. Boden-Genossenschaften haben zum Ziel, die regionale Biolandwirtschaft zu fördern und dafür finanzschwachen Bauern und Bäuerinnen genossenschaftlich Landwirtschaftsflächen zur Verfügung zu stellen. Regionale Wirtschaftskreisläufe, Regionalwährungen und Transition Towns sind gelebte kommunale Antworten auf den Klimawandel, welche die lokale Resilienz fördern. Alternative Mobilitätsformen jenseits des Individualverkehrs sind am Entstehen. Das Schulsystem wird um reformpädagogische und demokratische Ansätze ergänzt. Es gibt Modelle der Dezentralisierung von Energiegewinnung und -verteilung, des nachhaltigen Bauens und Reisens sowie zur Demonopolisierung, z. B. auch von Medien. Die Open-Source-Bewegung wächst, und deren Grundsätze der gemeinschaftlichen Entwicklung und kostenfreien Nutzung schlagen auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen Wurzeln.
Möglichkeiten, das Meer vom Plastik zu reinigen und dieses wiederzuverwerten, werden entwickelt. Humusaufbau und regenerative Landwirtschaft bilden neuen Boden, der CO2 bindet, und können somit den von Menschen verursachten Treibhauseffekt hinauszögern. Einzelne Menschen und Organisationen beschäftigen sich mit der Wiederaufforstung, auch von Regenwald. Es gibt weltweit Saatgutbanken von alten, fast ausgestorbenen Pflanzensorten. Soziale Unternehmen haben nicht mehr die Gewinnmaximierung zum (einzigen) Ziel, sondern wirkliche Wertschöpfung und ein zukunftsfähiges, gemeinwohlorientiertes Wirtschaften. Gemeinschaftliche Genossenschaften und Kooperativen bieten dafür einen organisatorischen Rahmen.

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