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Wenn der globale Neoliberalismus nicht funktioniert, brauchen wir ein anderes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem. Und dafür brauchen wir ein anderes Welt- und Menschenbild. Ein anderes Denken. Ein Denken in Verbundenheit.


Experimentieren wir einmal anhand von aktuellen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen mit diesem Denken.
Sprechen wir von Migration und deren Problemen, geht unser Denken meist nicht über unsere persönlichen Ängste und nationalstaatlichen Grenzen hinaus. Versuchen wir, unser Denken auszuweiten, höre ich gleich als ersten Einwand, dass wir ja nicht alle Flüchtlinge aufnehmen können. Ich verstehe zwar, was mit dieser Aussage und der ihr zugrunde liegenden Angst gemeint ist, dennoch zeigt sich allein an dieser Aussage die Begrenzung des Denkens. Denn: Wer ist „wir“? Wer sind die anderen?
Oder weniger philosophisch: Wir scheinen zu vergessen, dass wir einfach Glück hatten. Oder was hast du dazu beigetragen, dass du hier und heute geboren wurdest? Welchem persönlichen Verdienst verdankst du deinen Geburtsort?
Denken wir nicht in nationalstaatlichen Grenzen, wird uns bewusst, dass es keine Österreicher, keine Europäer, keine Afrikaner, keine Muslime und keine Araber gibt, sondern nur Menschen. Menschen als Einheit. Die Menschheit als Ganzes.

Verbundenheit
Dann gibt es auch keine Flüchtlinge, sondern nur Menschen, die geflüchtet sind.
Auch beim Klimawandel und der ökologischen Krise brauchen wir eine andere Perspektive, ein anderes Zentrum, aus dem heraus wir denken. Vielleicht sind die Wörter und Analysen dabei zu abstrakt, komplex und dadurch unbegreiflich geworden: Klimawandel, ökologische Krise, Grenzen des Wachstums … Eigentlich besagen diese Wörter doch einfach, dass wir uns unserer eigenen Lebensgrundlage berauben, wenn wir zur Profitmaximierung die Natur zerstören, die Natur, die uns alles gibt: Wasser, Nahrung, Baustoffe zum Wohnen, Kleidung, Medizin ... Einfach alles, was wir (persönlich) zu besitzen glauben, ist aus den Stoffen der Erde gemacht und wird wieder in deren Kreislauf eingehen.
Die Erde lebt auch ohne uns, aber wie leben wir ohne ihr ökologisches Gleichgewicht und ihr komplexes Zusammenspiel? Können wir uns die Zerstörung der Natur leisten?

 

Kommentare  
# Ahmend 2019-11-15 15:20
Nein können wir nicht! Wir müssen die Natur um jeden Preis retten.
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