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Gestatte es oder versage es Dir, zügellos, ausschweifend, anrüchig, wild, hemmungslos, undiszipliniert, chaotisch, unvernünftig, ängstlich oder mutlos zu sein. Fühle, was sich dabei durch Dich erfahren will, Ablehnung oder fühlende Selbstannahme.

Viele Menschen lehnen Süchte und Extreme ab, kasteien sich, bis sie sich selber in ihren Süchten lieben lernen. Sie lehnen die Maßlosigkeit ab, bis sie sich auch gieriges Verlangen gestatten. Der Gegenpol der Bescheidenheit ist hier doch auch nur ein Extrem von vielen. In ihrer maßlosen Ablehnung sind viele Menschen alles andere als bescheiden. Dabei spiegelt jedes Extrem ganz beständig die Mitte wider.

Menschen, die jegliche Gier und Schwäche ablehnen, sind damit Extremisten der Ablehnung. Sie lehnen Disziplinlosigkeit ab, bis sie sich bewusst auch Unbeherrschtheit gestatten. Sie lehnen das Chaos im Außen ab, welches immer ein Spiegel der Unaufgeräumtheit im eigenen Innern ist.

Wir könnten die Schwäche eines anderen Menschen gar nicht bemerken, wenn da nicht ein Werturteil, eine Erfahrung der Schwäche in uns wäre.

Wenn Menschen Stärke von Dir erwarten und Dich für Deine Stärke lieben, dann weil sie sich selbst nur lieben können, wenn sie stark sind. Doch wahre Liebe liebt die Schwäche als Spiegel einer jeden Stärke.

fühle

Frei zu sein, bedeutet die Illusion eines Ideals wieder fallenzulassen, weil die Welt perfekt ist, in ihrem Gegensatz von Schwäche und Stärke.

Wenn wir uns von unseren Werturteilen befreien, dann werden wir die Schwachen wie die Starken ehren. Doch Du wirst nur das im Außen ehren können, was Du selber in Dir gewürdigt und gefühlt hast.

Mitgefühl wird ein Spiegel Deiner Liebe sein, wo Du Dir selber jedes Gefühl gestattest. Was Du energisch bekämpfst, das ziehst Du energetisch an, bis Du jeden Kampf (jede Ablehnung) in Deinem Geist befriedest.

Dann wird Frieden (LIEBE) sein.

Weitere Beiträge zu diesem Thema finden Sie hier.

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