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Der Kampf für das Gute sieht das Böse zunächst im Außen, bis der Mensch das Böse als verdrängten Schatten in sich selbst entdeckt. Der Kampf im Außen ist ein Spiegelbild all dessen, was Du ablehnst. Wer voller Ablehnung ist und sich für damit für gut hält, der ist unbewusst ganz schön böse.

Es ist das Ungeliebte selbst, was der Mensch am liebsten aus seinem Leben und damit in sein Unterbewusstsein verdrängt, bis er sich das Leben gänzlich bewusst macht oder es ihm bewusst gemacht wird. Das ist der Prozess des Erwachens. Für viele ist es ist ein Bewusstwerdungsprozess.

Der Mensch hält zunächst das für Liebe, was er liebt (mag), bis er sich des Ungeliebten und Abgelehnten in seinem Leben bewusst wird, um den tieferen Sinn der Liebe selbst hinter allem zu erfahren.

Es bedeutet, andere spiegeln uns ständig, wo wir bewusst in der Liebe oder unbewusst und ängstlich in unserer Ablehnung der Ganzheit sind.

Solange die Ablehnung selbst in uns nicht sein darf, ist da noch Ablehnung für die Ablehnung selbst. Nur aus der Ablehnung heraus kann (Selbst) Annahme erfahren werden. Ablehnung zu erfahren ist also unvermeidbar auf dem Weg der (Selbst) Annahme.

Andere spiegeln uns exakt das, was wir ablehnen und natürlich auch das, was uns anzunehmen schwerfällt.

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Bei genauerer Betrachtung lehnt der Mensch alles vermeintlich Negative ab. Er lehnt die dunkle Seite des Lebens in seinem Streben nach der lichtvollen Seite des Lebens ab. Dabei ist die Dunkelheit der Weg ins Licht.

Das, was wir beispielsweise an einem anderen Menschen als Schwäche abtun, dann gibt es einen Charakterzug in uns, den wir selbst als Schwäche in uns abtun, solange wir Schwäche noch verurteilen.

Schwache Menschen werden oftmals für (willens) schwach gehalten. Den Ausspruch, „Stell‘ Dich nicht so an“, kennt jeder. Willensstärke erfährt sich fortlaufend durch Willensschwäche bis hin zur gänzlichen Willenlosigkeit und Selbstaufgabe. Dann dringt Dein höheres Selbst hervor.

Menschen werden Schwächen ablehnen, bis sie sich auch in ihrem Bewusstsein gestatten, selber schwach, machtlos, wehrlos, ratlos, hilflos, kraftlos, antriebslos, sensibel oder zerbrechlich zu sein.

 

 

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