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Der Buddhistische Dachverband Diamantweg verlässt die Deutsche Buddhistische Union.


Ole Nydahl sieht sich seit über 30 Jahren als sogenannter erleuchteter buddhistischer Lehrer. Nun hat er mit seiner Gruppe die Deutsche Buddhistische Union verlassen. Ein langer, schmerzvoller Weg geht damit zu Ende.

Ole Nydahls Weg wurde von Auseinandersetzungen, Streit und Unwahrheiten begleitet.

2016 hat er in Kassel bei seinem ‚Deutschlandtreffen‘ öffentlich gesprochen und damals den Anfang vom Ende eingeläutet, indem er danach Kritiker mit exorbitant hohen Klagen konfrontiert hat. Durch diese ist eine reinigende Entwicklung innerhalb des Buddhismus in Deutschland in Gang gekommen.

In Kassel liest er eine an ihn gerichtete Frage vor: „Lieber Lama Ole, wenn ich mich über die Politik in Deutschland auf dem Laufenden halte, bekomme ich leicht schlechte Laune. Wie kann ich informiert sein und trotzdem froh?“ Darauf antwortet er: „Wähle alternativ für Deutschland!“ Lachen und Klatschen. „Das ist der einzige Weg, den ich sehe. Wirklich!“

Einer Frau, die Ole Nydhals Erleuchtung hinterfragt, erklärt er diese so: „Zeit wird Raum, Platz wird Raum.“ Es gibt in der Literatur viele Definitionen über das Phänomen der ‚Erleuchtung‘, jene, in der ‚Platz Raum wird‘, ist nicht bekannt.

Natürlich gibt es in den buddhistischen Versenkungen auch eine, die als ‚Raumunendlichkeit‘, und eine, die als ‚Zeitunendlichkeit‘ bezeichnet wird, doch das sind Bewusstseinszustände, die mit Erleuchtung wenig zu tun haben. Es gibt ‚Einheitserfahrungen‘, ‚Erleuchtungserfahrungen‘, doch diese machen noch kein erleuchtetes Leben. Das gibt es, jedoch nicht Erleuchtung, die man sich als Titel umhängen kann. Erleuchtetes Leben beschreibt der Buddha in den vier ‚Unermesslichkeiten‘, wenn Liebende Güte, Mitfreude, Mitgefühl und Gleichmut dauerhaft anwesend sind. Gelegentlich kennen diese vier die meisten Menschen. Unermesslich daran ist der Umstand, dass keine anderen unheilsamen Emotionen und Gedanken vorhanden sind. Niemals. Dass man nicht, so wie Ole, flüchtende Menschen unter Umständen ‚nicht aus dem Wasser zieht‘, nicht andere Religionen verunglimpft, nicht die Unwahrheit spricht.

Ole Nydahl sagt im gleichen Vortrag, er habe sich lange nicht für den Islam interessiert. Erst als er von ‚Muslimbanden‘ gehört habe, die ‚seine Schüler geschlagen‘ hätten, habe er begonnen zu sagen, dass wir ‚das hier nicht brauchen‘. Wenn Frauen geschädigt werden, sähe er rot, dann rede er nur, in einer ‚dunklen Gasse würde er das aber anders machen‘. Was genau das sein könnte, sagt er nicht. Eine Aufforderung zur Friedfertigkeit klingt anders. Es ist nicht richtig, dass Nydahl lange nicht gegen die Weltreligion Islam in ihrer Gesamtheit, also gegen 1,3 Milliarden muslimische Menschen geredet hätte, wahr ist vielmehr, dass er das seit über 30 Jahren tut.

Das hat zur Konsequenz geführt, dass die Deutsche Buddhistische Union nun erwägt, seinen ‚Diamantweg‘ auszuschließen, und dass der ‚Buddhistische Dachverband Diamantweg‘ seinerseits dem möglichen Ausschluss am 17. Juni 2019 mit neuerlich falschen Behauptungen zuvorgekommen ist.

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Kommentare  
# Rene Tschauner 2019-06-26 12:17
Er gründet dann bestimmt die AfB - Alternative für Buddhisten
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# Uschi Billmeier 2019-06-26 12:18
da ist kein verlust für die DBU
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# Peter007 2019-07-20 12:51
Ich weiß nicht wie man auch nur irgendwas an Lama Ole Nydahl auszusetzen haben kann. Alles was der hier im Westen getan hat die letzten 50 Jahre ist ihm zu 100% bis ins detail vom 16ten Karmapa so aufgetragen worden. Einfach mal locker werden.
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