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Bedingungslose Liebe bedeutet Freiheit von den Bedingungen, die Du an die Liebe stellst. In Deinen Bedingungen sind auch Deine Erwartungen zu Haus.

Wer Treue und Loyalität erwartet, der fürchtet das Gegenteil als Enttäuschung. Wer Sicherheit braucht, der fürchtet die Unsicherheit. Wer ständig (süchtig) Ehrlichkeit erwartet, der lehnt die Unehrlichkeit ab. Wer Stärke braucht, der fürchtet die Schwäche.

Für die Erfahrung mit den Schattenseiten des Lebens wirst Du Deine GANZE Stärke brauchen. Verletzlichkeit macht stark.

Alles, was Du nicht willst, das macht Dich stark in Deiner Liebe für alles Ungewollte.

Wer ständig etwas erwartet, etwas will, der hat viel Erwartungsdruck. Dieser Druck ist Ausdruck seiner Sucht. Wer erwartet, der wartet und dann fürchtet er in Wahrheit die Enttäuschungen seiner Erwartungen.

Erwartungen sind Süchte. Erwartungen sind Bedingungen, die wir an die Liebe haben, weil wir das Gegenteil dessen, was wir erwarten, in Wahrheit nicht haben wollen oder ablehnen.
Wenn wir Respekt erwarten, dann lehnen wir meist Respektlosigkeit ab. Respektlosigkeit macht uns dann ärgerlich, wütend oder eben auch traurig.
Wenn wir Höflichkeit erwarten, dann lehnen wir meist unhöfliche Menschen ab. Ablehnung ist nicht gerade höflich.

Durch die Unhöflichkeit kannst Du auch immer wieder neu Höflichkeit erfahren. Durch mangelnde Wertschätzung kannst Du auch immer wieder neu die Menschen erfahren, die Dich wertschätzen. Aber dafür brauchst Du auch die Menschen als Spiegel, die Dich ablehnen, nicht wertschätzen oder respektlos behandeln.

Manche ignorieren Dich ganz – sie sind das Pendant derer, die Dich gänzlich achten. Doch achtest auch Du Dich gänzlich, in der Ganzheit der Liebe?

Meist binden wir unsere Wertschätzung an ein Wohlverhalten des anderen und unsere Selbstwertschätzung binden wir daran, dass wir uns möglichst selbst wohlverhalten. So entsteht Bindung und Sucht (Abhängigkeit).

Respektvolle Menschen zu achten ist leicht, respektlose Menschen zu achten, eine Aufgabe der allumfassenden Liebe.

Bedingungslose Liebe

Kannst Du Dich selbst nur dann achten, wenn Du freundlich, höflich, respektvoll, achtsam bist, dann ist Deine Liebe exakt an die Bedingungen Deines Verhaltens gebunden (gefesselt).

Menschen, die glauben immer freundlich zu sein, haben auch eine unfreundliche Seite. Meistens sehen sie die im Außen statt sich selber bewusst zu sein, dass alles auch in ihnen ist. Wie innen – so außen.

Alles, was Du im Außen mit Freundlichkeit ablehnst, da ist in Wahrheit Deine Ablehnung und Deine Freundlichkeit nur eine Maskerade antrainierten Wohlverhaltens, für das Du Dich selbst oder andere achten willst. Und so bist Du süchtig (abhängig) von Achtung.

Schau genau hin, welches Verhalten von anderen Dich auf die Palme bringt und wisse, es ist Deine Palme.

Weitere Beiträge von Klaus Eibach finden Sie hier.

Kommentare  
# Ines Baier 2019-05-02 19:05
Danke für den Denkanstoß...da ich mich gerade in einer Phase der Wiederfindung befinde,hilft es mir dabei.
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# Evelyn Frei 2019-05-12 20:43
Ganz ehrlich.. Ich kann das Gerede über die "selbstlose" liebe die nichts will, nichts fordert nur gibt, nicht mehr hören.. Zeig mir den der es auch lebt... reden, schreiben.. Das ist easy.... verherrlichen ist was tolles... Aber das sollte mal auf die Erde gebracht werden... Und wenn das jetzt nicht so "abgehoben klingt" " liegt es vielleicht daran, dass mir das es meiner Meinung nach nur Wunschdenken ist. Sorry, aber Liebe ist in meinen Augen Emotion und nicht die Abwesenheit davon.. verkauft sich vielleicht gut.. Kann aber im echten Leben gar nix...
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