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Wenn ich höre, dass ich auf einem bestimmten Schulungsweg zu meiner Buddha-Natur gelange, dann ist das etwas ganz Anderes als zu erfahren, dass die Buddha-Natur immer da ist. Der große Unterschied.

Beide Ansätze scheinen nicht soweit voneinander entfernt zu sein: Denn beide Lehren finden sich im Zen, und im Zen geht es ohnehin stets darum zu praktizieren, also zu sitzen. Sich formaler Meditationspraxis hinzugeben. Beim ersten Ansatz höre ich jedoch eher den Mangel an Buddha-Natur bzw. an ausreichender Sitzpraxis. Beim zweiten Ansatz hingegen geht es mir so: Ich glaube es neuerdings. Ja, das gilt für mich und fuer alle Wesen gleichermaßen.
Wenn ich der Wahrheit dieses Satzes glaube, dann vertraue ich meiner Buddha-Natur. Das verändert alles. Wenn ich sie erkennen kann, dann erkennt ja Buddha-Natur Buddha-Natur. Ist das nicht hochgradig erstaunlich?
Ja, das ist es. Ich bin glücklicher, seit ich dies gehört und wahrgenommen habe. Wie ein Bleilot senkte sie sich auf den Grund meines/allen Seins, diese Erkenntnis, und warf ihren Anker. Mir will es scheinen, dass es leichter geworden ist, in einer schwierigen Situation, meine Ruhe schnell wieder herzustellen, indem ich das Aufgewühlte bemerke und es in die Weite entlasse. Da ich die Buddha-Natur habe, wird mir das schon gelingen, denke ich kurz.
Langsam begreife ich, was Aktualisierung sein könnte. Etwas ist da und schon immer da gewesen, muss/kann/darf aber noch aktualisiert werden. Etwas Intimes hat sich mir enthüllt: Wie ein zartes, süßes Geheimnis.
Nur, dass es im Eigentlichen kein Geheimnis ist.

Den letzten Blog von Monika Winkelmann finden Sie hier.

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