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Die Zeit ist reif, um Gefühle auch auf der Bildungsebene bewusst in den Blickpunkt menschlichen Bewusstseins zu rücken. Dadurch kommt dann auch Mitgefühl in das Bewusstsein einer Gesellschaft.

Wer über seine Gefühle nicht bewusst nachdenkt, der kann auf der Gefühlsebene nicht bewusst liebend sein. Wer in der Schule die Bedeutung von Gefühlen nicht lernt, der wird es dann mühsam im Leben lernen, seine Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken. Bislang fristen Gefühle in Bildungseinrichtungen ein Schattendasein. Eines Tages will der Schatten dann ins Licht, auch in Form von Krankheiten.
Viele schämen sich einer Vielzahl ihrer Gefühle und so verbreiten sich Scham und Ablehnung statt Bewusstheit. Viele verdrängen ihre Gefühle und so verbreitet sich Verdrängung statt Wahrheit. Verdrängte Gefühle werden ins Unterbewusstsein verdrängt und entfalten dort ihre Wirkung.
Unbewusst können Gefühle keine bewusste Bedeutung haben. Gefühle, die der Mensch nicht bewusst lebt, die leben ihn.
Bewusstes Leben setzt auch ein bewusstes Gefühlsleben voraus.Bewusst zu leben, ohne bewusst auch zu fühlen, bringt eine gefühlsmäßig unbewusste Gesellschaft hervor. Solange eine Gesellschaft nicht bewusst und offen über Gefühle und Mitgefühl spricht, solange kann sich auch kein Mitgefühl in einer Gesellschaft bewusst entfalten.


Wer sich und seine Gefühle im eigenen Innern nicht bewusst achtet, der kann auch nicht voll Mitgefühl im Außen sein. Gefühle, die Du für Dich ablehnst, da wirst Du auch im Außen die Ablehnung sein. Wer Achtsamkeit lehrt, dessen Achtsamkeit ist unvollständig, wenn sie nicht auch die bewusste Achtsamkeit des Gefühls mit einbezieht.
Gefühle erfahren sich nicht zufällig – so wenig wie das Denken des Menschen ein Zufall ist. Denken und Fühlen können im Einklang sein – oder eben im Missklang.
Wer Gefühlen keine bewusste Wertschätzung entgegenbringt, der wird oftmals unbewusst abschätzend und abwertend gegenüber Deinen Gefühlen sein. Wer meint, Du musst nur anders denken, um anders zu fühlen, der ist sich der tiefen Wahrheit seiner und Deiner Gefühle nicht bewusst. Wie innen – so außen.

Mitgefühl
Wahre Selbstliebe schließt die bedingungslose Liebe der eigenen Gefühle mit ein. Die Liebe des denkenden Verstandes ist ohne die bewusste Beteiligung des Herzens eine gefühllose Liebe. Nächstenliebe, die bewusst auch die Gefühle des anderen achtet, heißt Mitgefühl.
Mitgefühl ist Ausdruck bewusst gefühlter Liebe und sät bewusstes Verständnis für die Fülle existenter Gefühle. Wertediskussionen, die Gefühlen und Mitgefühl keinen bewussten Wert einräumen, gehen an dem wahren inneren Wert von Gefühlen vorbei.
Eine Gesellschaft, die sich vordergründig als Leistungsgesellschaft statt einer bewussten Gesellschaft seelischer Verbundenheit im Herzen sieht und fühlt, strebt sehnsüchtig nach Materie, nach Leistung und Erfolg. Dabei erfährt sich jeder Erfolg und jeder Misserfolg, jede Leistung und auch jede Fehlleistung mit Gefühlen.


Eine Wissensgesellschaft, die permanent nach Bildung strebt, verkennt die Bedeutung der Weisheit von Gefühlen, solange sie sich nicht bewusst macht, dass sich jedes Wissen und auch jede Unwissenheit mit Gefühlen erfährt. Bildung ohne die Weisheit der Gefühle geht an der Natur des Menschen vorbei, der nicht zufällig ein Gefühlswesen ist.
Das Streben nach Wissen ohne Weisheit ist eine Sucht. Wissen ohne seelische Bewusstheit ist seelenloses Bewusstsein. Gefühle sind eine bewusste Sprache der Seele. Gefühle rücken intensiv in den Blickpunkt der Menschen, die sich mit ganzheitlicher Heilung und der bewussten Annahme bislang abgelehnter und verdrängter Gefühle befassen.
Gefühle können ein wesentlicher Schlüssel bei der Heilung von Krankheiten sein, weil Gefühle dem Menschen nicht zufällig wesensimmanent sind. Gefühle, die fließen dürfen, die lösen dann auch keine Blockaden mehr aus.

Kommentare  
# Sandra 2019-01-07 09:40
Frühliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! :)
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