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Wenn gerade gegenseitige Anziehung da ist, dann genieße sie, weil Du zuvor bewusst auch Abstoßung, ja sogar Ekel erfahren hast. Bewusste Gegenseitigkeit der Anziehung ist Gnade, die gnadenlose Abstoßung in sich erfahren und eingelöst hat. Bewusste Gnade kennt Gnadenlosigkeit.

Fühle das, was Du wirklich willst, welches Gefühl Du neu erfahren willst. Sei auch bereit, das in der Tiefe zu spüren, was Du nicht willst. Dieser tiefe Schmerz wird Dich umbringen, Dir das Herz zerreißen und Dich zutiefst berührbar (verletzlich) machen. Da fängt jede Berührbarkeit und jede Heilung (Ganzwerdung) an. Du wolltest zutiefst berührbar werden, im Herzen. JETZT werde es. Sei es.

Der Schmerz bringt Dich nicht um. Wisse um die Unverletzlichkeit Deiner Seele, die Verletzlichkeit auf Erden in der Polarität erfahren wollte. Du wolltest Heilung (Ganzwerdung) erfahren. Du wolltest Mitgefühl erfahren. JETZT habe es mit Dir SELBST.

Erwartungen werden mal erfüllt - mal nicht erfüllt. Du kannst nicht ohne Erwartungen sein, solange Dich die Sehnsucht leitet. Mal ist Deine Sehnsucht stärker, mal ist es die des anderen – bis sie gleich ist. Dann ist Gleichheit Gnade, die die Veränderung nicht mehr fürchtet, die den Verlust, der der Spiegel eines jeden neuen Gewinns ist, nicht mehr fürchtet. Jeder Trennung kann eine neue Verbindung folgen, jedem Tod eine Wiederauferstehung. Doch findet Euch GANZ. Findet Eure eigene Seelenverbindung, Euren inneren Zwillingsstrahl (den göttlichen Funken) und so werdet Ihr Gleichgesinnte (Seelenverwandte) finden.

Anziehung

Bringe Deine Erwartungen, Deine Sehnsucht ins Sein, ins Bewusst-SEIN. Halte es aus, wenn Deine Erwartungen, Deine Sehnsüchte nicht erfüllt werden. Dann kann auch die Gnade der Erfüllung erfahren werden. So kommt die Gnade ins Denken, ins Bewusstsein. Auch Denken ist Gnade. So wie Fühlen Gnade ist.

Du kannst Dich dem (Erwartungs-) Druck beugen, Du kannst Dich aber auch zurückziehen. Du kannst immer wieder neu auf andere zugehen oder auch Türen ganz schließen. Jeder Rückzug darf sein. Jede Öffnung darf sein. Nichts muss sein, weil alles längst ist.

Reden darf sein – Schweigen darf sein. Halte das Schweigen aus – oder das Reden. Du darfst unklar und Du darfst klar sein. Schaue, was die Klarheit mit Dir macht und, schaue was die Unklarheit mit Dir macht oder was Deine Unklarheit gerade auch in anderen verursacht. Die wahre Klarheit des Gefühls hat die Macht, die wir nicht herstellen können, wenn wir gerade zutiefst in der Unklarheit sind. Die Klarheit kommt dann von ganz allein. Sie geschieht, wenn Du die Quelle aller Unklarheiten und Erscheinungen in Deinem Geist durchschaust.

Weitere Beiträge von Klaus Eibach finden Sie hier.

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