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Wenn Dein Verliebtsein erwidert wird, dann weil es erwidert werden soll. Dann genieße die Erwiderung. Sie ist niemals Zufall – Nichterwiderung auch nicht.

Kennenlernen ist eine Gnade, eine wahre Lebensfreude – mit all seinen Facetten, wenn Ihr Euch selbst in dem anderen erkennt. Spüre, ob Dein Gegenüber sich auch der seelischen Vereinigung mit Dir ganz bewusst ist. Dann kann wahre Liebe geschehen, in der Wahrheit Eurer gewählten Verbindung des Einsseins. Wer Liebe ist, der kann (EINS-) SEIN erfahren.

Langes Aushalten und Warten auf den Seelenpartner verlangt nach viel innerer Stärke und Geduld. Es ist eine Königsdisziplin, die in der Tiefe einer jeden Ungeduld zu Hause ist. Sie verlangt nach Hingabe und kann sehr schmerzhaft und tränenreich sein. Löse diesen Schmerz ein, löse Deine Ungeduld ein und wandle alles in Mitgefühl. Dann bist Du reines Mitgefühl. Atme bewusst reines Mitgefühl mit Dir SELBST ein und es wird sich Dir offenbaren.

Passivität ist für viele schmerzhaft, wenn sie aktiv nichts erreichen, den anderen nicht in seinem Gefühlen erreichen können, keine Gegenseitigkeit erreichen können – bis sie diese erreichen können. Dann ist es Gnade. Vorher hast Du den Schmerz der Unerreichbarkeit und Aussichtslosigkeit, der Perspektiv- und Machtlosigkeit erreicht und eingelöst. Mit Liebe erlöst.

Beziehungen sind kein Zufall

Halte (Gefühls-) Kälte aus, wenn sie Dir auf Deinem Weg begegnet, damit Du auch die Wärme ganz spüren und bewusst genießen kannst. Herzenswärme hat Kälte gespürt und Kälte getragen, die sich in Mitgefühl gewandelt hat.

Passivität ist eine Erfahrung mit Ohnmacht und Machtlosigkeit. Halte Ohnmacht, halte Machtlosigkeit in Deinem Leben aus. Du wolltest Macht erfahren, die sich durch die Tiefe der Ohnmacht in sich SELBST erkennt und wieder EINS wird.

Achte den Partner, der Dir das spiegelt, was Du zur Erkenntnis dessen brauchst, was Du lieben lernen wolltest. Die Liebe wird dort gelernt, wo es noch an Liebe fehlt, wo sie Dir schwerfällt.
Du wolltest den Gegensatz in allem erfahren, Gegensätze lieben lernen, so wie Macht und Machtlosigkeit, Erreichbarkeit und Unerreichbarkeit, Abneigung und Zuneigung, Nähe und Distanz, Aggression und Depression, Verletzung und Heilung. Du wolltest den Gegensatz bewusst fühlend erfahren – so kommt alles in Dein fühlendes Bewusst-SEIN.

Tue nicht so als wärest Du (all-) mächtig und hättest alles im Griff. In Wahrheit hat die Liebe Dich und Deinen Atem immer im Griff. Sie hat sogar jede Kontrolllosigkeit, jede Machtlosigkeit, jede Ohnmacht, jede Schwäche, jede Antriebslosigkeit und jede Hilflosigkeit im Griff. Sie ist auch jede Angst, die wir verbergen können oder eben bewusst vorzeigen können. Eines Tages verlangt sie nach reiner Wahrhaftigkeit. Sie verlangt nach Ergebung. Dann ergibst Du Dich Deinen Gefühlen – und so erfährst Du Ergebung und Hingabe zugleich. Alles Unterdrückte kommt so ins Licht. (Gefühls-) Schatten werden so zu Licht. Du wirst wieder zu Licht.

Es ist Gnade, wenn sich zwei zusammen diese Ergebung, dieses nackte Reinwerden gegenseitig gestatten. Das ist das reine Fallenlassen. Alle Masken, alle Rollen fallenlassen. Dann können auch keine Gefühle mehr maskiert werden. Sich allen Gefühlen hinzugeben, sich zu ergeben, sich auch der tiefsten Bedürftigkeit und allen Ängsten zu ergeben. So können sie GANZ frei werden und fließen. So wird Liebe zur Freiheit allumfassenden Seins. Freiheit ist dann Unschuld, wozu Du vorher zutiefst schuldig, unfrei, süchtig und sündig werden musstest.

Weitere Beiträge von Klaus Eibach finden Sie hier.

Kommentare  
# Monika Winkelman n 2018-11-26 08:12
vielleicht für einige ein Mutmachertext
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