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Heilung ist unendlich – und damit auch die Verletzung. Desto mehr Du heilen willst, desto mehr (ge-) brauchst Du die Verletzung (Zerstörung) als Gegenpol. In der Heilung kannst Du nicht ankommen, aber in Deiner Mitte, weil die Mitte immer ist.

Wenn der Mensch etwas heilen will, dann will er Gefühle heilen. Das kann er durch Annahme und bewusstes Fühlen der Gefühle, die er zuvor noch unbewusst abgelehnt hat. Jeder kann für sich schauen, welches Gefühl er so gar nicht will. Dort liegt sein Heilungspotential.

Gefühle wie Antriebslosigkeit, Kraftlosigkeit, Willenlosigkeit, Lustlosigkeit, Konzentrationslosigkeit, Schlappheit, Mattigkeit, Passivität, Erschöpfung, Übermüdung, Schwäche, Angst, Schmerz, Leid, Abhängigkeit, Unfreiheit, Hemmung, Scheuheit, Desinteresse, Unfähigkeit, Wertlosigkeit, Lethargie, Trägheit oder Phlegmatismus sind völlig normal, es sei denn, ich bewerte sie als unnormal oder krankhaft. Die Bewertung von Gefühlen ist der Gegenpol einer jeden Bewertungs- oder Urteilslosigkeit.

Gefühle können nicht dauerhaft überwunden, bezwungen, besiegt oder verdrängt werden, wenn Mitgefühl und innerer Reichtum bewusst erfahren werden will. Sie sind Teil unendlichen und tiefen Mitgefühls, wenn der Mensch sie für sich bewusst annimmt und in sein Mitgefühl integriert. Ansonsten erfährt sich seine Ablehnung immer wieder neu, im Innen wie im Außen.

Der Mensch kann Gedanken verwerfen, aber oftmals gerade nicht das Gefühl, wenn es in der Tiefe gefühlt und erfahren werden will. Gegen tiefe Gefühle bist Du machtlos. Andere sagen, gegen das Schicksal bist Du machtlos. Es ist das Gleiche. Wenn die Seele in die Depression, in die Aggression, in die Demenz oder in die Krankheit will, dann hat der Verstand das Nachsehen.

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Doch siehe, was Dir die Erfahrung sagen will. Die Seele hat immer eine Botschaft der Erkenntnis, wenn Du Erkenntnis suchst. Gefühle haben eine Botschaft. Sie sind die geschlechtslose Sprache der Seele. Ihnen liegt eine eigene Weisheit zugrunde. Jeder findet die Wahrheit und Weisheit seiner Gefühle in sich.

Wer immer stark und mächtig sein will, der erfährt sich in seinem süchtigen Streben nach Stärke und Macht, die jeden Spiegel der Schwäche im Außen braucht – bis sie im eigenen Innern erfahren, eingelöst und erkannt wird.

Viele bewerten bestimmte Gefühle als negativ und lehnen sie von daher ab. Viele lehnen die Negativität als solche ab. Doch wie könnte sich das Positive jemals erfahren, wenn das Negative nicht als Spiegel existieren würde.

Die Konzentration auf die positive Seite ist gleichzeitig immer auch eine geistige Manifestierung der anderen. In der Mitte liegt das Gleichgewicht.

Kommentare  
# Tina Mauerbach 2018-05-08 19:35
Ich wünschte mein Mann würde das verstehen... Ich werde ihm zum Jahrestag Ihr Buch schenken, Herr Eibach, in der Hoffnung das er anfaängt zu verstehen...
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# Nathalie Py 2018-06-06 12:56
Das ist wahr
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