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Seit ich klein bin, werde ich in meiner Familie mit dem Thema Kunst konfrontiert. Ich bin in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der Kunst eine große Rolle spielt, da meine Eltern selbst in künstlerischen Bereich tätig sind. Als ich dann irgendwann herausfand, dass es auch eine Kunst im Zusammenhang mit der Psychologie gibt, dachte ich mir, das muss es sein!

Kunsttherapie beschäftigt mich daher schon seit einer längeren Zeit. Ich finde diese Kombination sehr interessant. Vor ungefähr zwei Jahren war ich das erste Mal in Klosterneuburg um das Künstlerhaus Gugging zu besuchen, nachdem ich das erste Mal von einem Begriff namens Art-Brut hörte. Der Begriff „Art-Brut“ bedeutet so viel wie rohe, unverbildete Kunst und ist ein Kollektivum für autodidaktische Kunst von Laien, Kindern und Menschen mit geistiger Behinderung. Dubuffet wollte Leute für die Kunst begeistern, die keinen akademischen Titel hatten. Ihn interessierten die naiven, interessanten Geschichten die in den Köpfen mancher Menschen vorgeht.
Mir hat die Idee gefallen, dass es Methoden gibt Menschen mit Kunst zu helfen. Die Kunsttherapie ist eine sehr junge und zeitgenössische Form der Psychotherapie, welche in der Mitte des 20. Jahrhunderts in den USA und Europa entstanden ist. Diese Therapie spezialisiert sich vor allem auf das Arbeiten mit Medien und der bildenden Kunst.
-  Malerische/zeichnerische Medien 

-  Plastisch-skulpturale Gestaltungen 

-  Fotographische Medien

Die Patienten sollen durch ihre künstlerischen Tätigkeiten unter therapeutischer Begleitung innere und äußere Bilder ausdrücken und ihre sinnliche Wahrnehmung ausbilden.
In den letzten Jahrzehnten haben sich viele verschiedene Formen der Kunsttherapie entwickelt, sowohl klinisch, als auch pädagogisch und sozial. Zu den bekannteren Gugginger Künstlern gehören die Maler Johann Hauser, Oswald Tschirtner und August Walla sowie der Dichter Ernst Herbeck.
Mittlerweile gibt es internationale Kunsthandelsmessen, die sich auf dem Gebiet spezialisieren. In Köln, die Kunstköln und in New York, die Outsider Art Fair.
 Seit 2000 wird sogar jährlich der Euward an Künstler und Graphiker mit geistiger Behinderung vergeben. Das nenne ich einen guten Schritt in die richtige Richtung.

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