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Jedesmal steigt das neue Jahr wie ein Phönix aus der Asche des alten auf, erweckt Wünsche und Möglichkeiten, Träume und ihre Erfüllung. Ein Zauber ists’, in der die Hoffnung immer wieder erblüht. Wie oft erliegen wir ihm…

Unter dunkler Asche entsteht kaum wahrnehmbar eine leichte Bewegung. Vereinzelt leuchtet es auf wie Gold, zwischen dem tiefen Schwarz. Dann ein Zittern und Beben und rauschend steigt der Phönix aus der Asche zum Himmel auf. Der zeigt noch sein dunkles Nachtblau und ist von abertausenden glitzernden Sternen erhellt. Mit elegantem Flügelschlag, das Schwarz mit Gold durchwirkt, schwingt er sich hinauf in die Lüfte, läßt sich vom Wind immer höher tragen. Er ist wieder frei! Neu aus der Asche geboren und schöner als je zuvor.

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Der Pfau schenkt ihm seine prächtigsten Federn, die er ohne dessen Eitelkeit trägt. Tauben übergeben ihm ihre weißen, damit er den Frieden dorthin brächte, wo sie ihm nicht folgen können. Von weit her kommen die Vögel um den Phönix prachtvoll auszustatten! Bald schmücken ihn viele kleinere und größere Federn. Und er erhält die Stärke des Adlers, die Klarsicht des Falken, die Weisheit der Eule, die Klugheit des Raben. Sein schwarzes Gefieder wird bunt, leuchtend und schön. Doch auch das mit Gold verwobene Schwarz behält seinen Platz darunter.
Des Phönix Schnabel ist rot und sanft gebogen. Seine großen, leuchtenden Augen blicken unerschrocken, können weiter sehen als es anderen Wesen möglich ist. Wie wechseln sie herrlich die Farben! Werden blau, wenn sie das Meer erblicken und leuchtend gelb über der Wüste, smaragdgrün über den Wäldern. Nichts entgeht seinem Blick, ohne ihn je zur Jagd zu reizen. Hin und wieder nährt er sich aus dem ständigen Quell aufsteigender Erinnerungen, fügt neue hinzu. Kehrt dann mit klarer Bewusstheit in die Gegenwart zurück, jeden Moment mit ausgebreiteten Schwingen in sich aufnehmend.


Aus allen Richtungen bringen ihm die Vögel grüne Blätter. Darauf zittern funkelnde Tautropfen um seinen Durst zu stillen. Ist das geschehen, fliegen die Vögel jubilierend auf, um den anderen davon Kund zu tun. So durchstreift der Phönix die Welt! Wo es noch Zauber und Wunder gibt, lässt er sich hin und wieder nieder. Beim Fliegen ist er achtsam der Sonne nicht zu nahe zu kommen denn, die Erinnerung an Ikarus sitzt tief……..

Kommentare  
# Emre 2018-01-17 09:37
Wunderschöne geschichte!
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