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„Was macht ein erfülltes Leben aus? Ein junger Mensch in einer existentiellen Krise – im Kampf mit dem Berg und sich selbst.“ Max Frisch, Antwort aus der Stille

Meine Mutter kam letzte Woche aus dem Urlaub zurück und überreichte mir das Buch ‚Antwort aus der Stille‘ von Max Frisch. Das war für mich einer der Autoren, die wir halt mal in der Schule gelesen haben ... eher unspektakulär. Ich hatte aber gerade nichts Besseres zu tun und begann zu lesen.
Max Frisch erzählt von einem jungen Mann, der sich in einer Lebenskrise befindet. Er ist hin- und hergerissen: Bin ich eine Enttäuschung, wenn ich den Weg einer bürgerlichen Karriere einschlage? Muss ich ein außerordentlich genialer Kopf sein? Durch mehrere Ereignisse gelangt er zu der Erkenntnis, dass auch das einfachste Leben wert ist, gelebt zu werden. Ich war hin und weg von diesem Buch, bin es nach wie vor. Wenige Texte beschreiben so gut, was Menschen in meinem Alter durch den Kopf geht. Früher habe ich immer gedacht, es funktioniert ganz einfach: Man geht in die Schule, schließt sie ab, studiert irgendetwas und fängt an, in diesem Bereich zu arbeiten. Ich jedoch habe, glaube ich, mittlerweile schon drei verschiedene Richtungen eingeschlagen und weiß immer noch nicht, was ich wirklich machen will. Tagtäglich stelle ich mir Fragen wie „Wer bin ich?“, „Wo sehe ich mich in zehn Jahren?“, „Was macht ein erfülltes Leben aus?“ „Muss ich meine Überlegungen von einem künstlerischen Dasein verwirklichen oder werde ich auch so glücklich?“ Das sind Dinge, die eine/n 20-30-Jährige/n beschäftigen, wahrscheinlich sogar viele Menschen, die bereits aus diesem Alter heraus sind. Aber ich denke, das ist ganz normal, denn schließlich sieht man sich im Leben ständig mit Veränderungen und Hindernissen konfrontiert und muss lernen, damit umzugehen. Kann ja auch spannend sein, irgendwie, irgendwo.
Ich werde auf jeden Fall versuchen, allen Herausforderungen mit Offenheit zu begegnen, und einfach Verschiedenes ausprobieren.

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