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Schau, welche Gefühle Dich intensiv, oftmals attackenartig erfassen, und was sie Dir sagen wollen. Gefühle sind eine Sprache.

Intensive Gefühle münden dann auch in bewusstes Mitgefühl. Wer intensiv erfahren hat, der kennt die Macht von Gefühlen. Was der Mensch intensiv und extrem erfahren hat, das ist zugleich sein intensivster innerer Reichtum. Mitgefühl ist innerer Reichtum und ein wahrer Wert, ein innerlich erfahrener Wert.

Viele kennen das Gefühl, sich unglücklich in einen Menschen zu verlieben, der diese Gefühle nicht erwidert. Dies kann eine zutiefst schmerzhafte Erfahrung sein. Der Schmerz der Nichterwiderung kann durch tiefe Erkenntnis geheilt werden. Der Mensch tut sich wesentlich leichter damit, etwas zu verarbeiten, wenn er es auch versteht. Ansonsten ist Verarbeitung schlichter Selbstbetrug.

Nichterwiderung will sich bewusst erfahren, um dann bewusst auch Erwiderung suchen zu können. Erwiderung von Gefühlen ist nicht Glückssache, sondern Gnade und Wunder des Lebens zugleich.

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Menschen begegnen sich nicht zufällig. Schon gar nicht geschieht die (Nicht-)Erwiderung von Gefühlen zufällig. Auch Anziehung und Abstoßung erfahren sich unbewusst, lange bevor sich der Mensch bewusst Gedanken über seine Gefühle macht. Bewusst kann werden, was unbewusst schon war.

Die Erwiderung von Gefühlen geschieht und kann beileibe nicht erzwungen werden. Die Wahrhaftigkeit des Gefühls ist bei genauem Hinfühlen nicht käuflich. Jeder fühlt, wie er fühlen kann – nicht nur, wie er fühlen will.

Wenn Gefühle erlöschen, dann kann der Mensch beobachten, ob er die Macht hat, das Feuer wieder anzuzünden, oder ob es für immer erloschen bleiben soll. Die Asche des Phönix wird sich erfahren. Es ist der Vogel der inneren Reinigung, Wahrheit und Transformation.

Dort, wo der Mensch die Gefühle des anderen nicht (mehr) erreichen kann, da erfährt er sich in der Tiefe seiner Machtlosigkeit. Er ist seinen Gefühlen hilflos ausgeliefert, die der andere ja so gar nicht will. So erfährt sich eben auch das, was der andere nicht will: die Wahrhaftigkeit zuneigender Gefühle, die der/die andere nicht (mehr) teilt.

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