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Ich sitze ruhig, um mich herum Stille und Dunkelheit. Mit meinen geschlossenen Augen scheine ich in ein tiefes Schwarz zu schauen.

Es ist von keinem Stern erhellt, unergründlich. Ich habe den Wunsch tiefer hinein zu tauchen, ahne nicht, dass das Schwarz sie gefangen hält, all die bunten Farben. Bis sie aus ihm hervor platzen, ja bersten, sich Freiheit und Raum verschaffen.
Sie lassen sich nicht mehr zurück drängen, explodieren in das Schwarz hinein! Das weicht zurück, überlässt ihnen den Platz vor meinen geschlossenen Augen. Leuchtend bunt sind sie, wie ein Feuerwerk. Dabei entfalten sie sich lautlos! Dazwischen tauchen filigrane, goldene Gitter auf. Leicht schweben sie über und zwischen den Farben. Diese erneuern sich nun fortwährend auf sanfte Weise, spielerisch wechseln sie sich ab. Sie lassen einander Raum zur Entfaltung. Kleine wunderschöne Edelsteine schmücken die vergoldeten Gitter, legen sich sanft auf die Farben. Es glitzert und leuchtet. Es ist ein ständiges Werden und Vergehen. Alles scheint seinen Platz zu haben, findet seinen Platz.
Das Schwarz hat sich ganz zurück gezogen. Es ist zum Bewahrer des Schatzes geworden, hält alles zusammen, damit nichts verloren geht.
Ich bin glücklich. Staunend kann ich mich nicht satt sehen! Allmählich ziehen sich die Farben zurück, lösen sich sanft im Hintergrund in ein dunkles Nachtblau auf.
Ich fühle mich beschenkt durch dieses Erlebnis. Es wirkt noch lange in mir nach.

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