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Vor ein paar Jahren musste ich gezwungenermaßen einen Kurs meiner Schule besuchen, bei dem es um das Thema Stress ging und wie man ihn am besten überwinden kann.

Anfangs hatte ich überhaupt keine Lust auf diesen Kurs, vielleicht, weil mir zu dieser Zeit noch das richtige Verständnis für Stress in dem Sinne fehlte, in dem ich ihn jetzt empfinde. Auf jeden Fall habe ich mich reingesetzt und zugehört. Die Vortragende erklärte uns, wie man mit einfachen Übungen Entspannung und Gelassenheit fördern kann. Ich ließ mich also drauf ein und machte alles, was uns beigebracht wurde. In meiner super gemütlichen Jogginghose suchte ich einen ruhigen Raum auf und setzte oder legte mich hin. Ich spulte meine Übungen nach dem Muster ‚Anspannen – Halten – Loslassen – Nachspüren‘ ab oder wandte die Ein-und-ausatmen-Technik an: zuerst für ganz kurze Zeit einzelne Muskelgruppen des Körpers anspannen, dann loslassen und für 30 Sekunden ausatmen und entspannen. Das Lockerlassen war für mich tatsächlich so entspannend, dass ich zehn Minuten später eingeschlafen bin. Eine weitere Methode, die vorgestellt wurde, ist das mehrmalige Tippen auf verschiedene Punkte des Gesichts und des Körpers. Wenn ich circa 30 Mal ganz schnell auf die Mulde über meiner Oberlippe tippe, lösen sich sofort sämtliche Knoten in meinem Kopf und ich kann mich besser entspannen. Im Nachhinein bewerte ich den Kurs, den ich besuchen ‚musste‘, ein bisschen anders als damals. Schließlich bin ich inzwischen doch ein bisschen älter und wahrscheinlich häufiger mit Stress konfrontiert als zu meiner Schulzeit. In solchen Situationen helfen Übungen auf jeden Fall am besten, finde ich. Wenn ich in der Früh Zeit finde, versuche ich wirklich konsequent, sie zu machen, und merke jedes Mal, wie ich danach ein bisschen entspannter in den Tag gleiten kann.

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