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Menschen vergewaltigen oftmals ihr Gefühl, weil man ihnen anerzogen hat, wie sie zu sein haben und welche Gefühle, jeweils privat und öffentlich, opportun sind. So werden sie opportunistisch, verdrehen und verrenken sich, auch in ihren Körpern.

„Du kannst doch zufrieden und müsstest dankbar sein“, sagen sie zu Dir, aber Du fühlst es nicht. Denken allein, ohne es auch in der Tiefe des Herzens zu fühlen, reicht eben nicht zur Wandlung und Einlösung des Gefühls.

Es gibt zahlreiche Gefühle und Dankbarkeit ist lediglich eines davon, aber kein starrer Zustand, es sei denn, der Mensch erfährt Starre. Im Fluss der Liebe fließen alle Gefühle. Keines davon kann wahrlich festgehalten, geklammert oder gar der Fluss angehalten werden. Alles, was der Mensch für sich dauerhaft erzwingen will, erfährt sich als Zwang statt bewusster Freiheit.

Der Mensch kann beobachten, ob er den Fluss seiner Gefühle steuert oder ob ihn die Sehnsucht und andere Gefühle leiten. Wenn der Mensch etwas noch nicht erkannt hat, dann behauptet er ja auch nicht, er steuere den Zeitpunkt seiner Erkenntnis. Der Bewusste wäre wahnsinnig, wenn er behauptete, er hätte das Unbewusste unter seiner Kontrolle. Aber bei Gefühlen meinen viele, sie hätten sie unter Kontrolle, bis sie dann Kontrollverlust oder Schicksal erleiden. Dann erleiden sie Gefühle, die sie nicht wollen, wo doch der Wille scheinbar vorher die Kontrolle hatte. Durchschaue auch die Existenz von Willen- und Machtlosigkeit. Dort ist der Tod egohaften Verstandes zu Hause.

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