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Dankbarkeit aus universeller Sicht lehnt Gefühle der Undankbarkeit nicht ab, sondern schenkt dem Schatten der Undankbarkeit bewusste Aufmerksamkeit und dadurch allumfassende Liebe.

Wie wahrhaftig ist Dankbarkeit im Herzen, wenn lediglich der Verstand sagt, Du sollst und musst doch dankbar sein, Du sie aber nicht auch wirklich fühlst?

Wer unbedingt etwas sein will, nämlich dankbar, der fühlt seine zwanghafte Bedingung, nicht aber sein wahres Sein. Wer sich zwingt, etwas zu sein, der wird im Herzen seinen Zwang fühlen können, aber keine wahrhaftige Dankbarkeit.

Wenn ich mich gerade ziemlich undankbar fühle, dann kann nicht das Gegenteil davon fühlbar im Herzen sein. Gegensätzlichkeit will nicht nur gedacht, sondern auch im Herzen gefühlt erfahren werden. Transformation findet im Herzen durch die Wahrheit erfahrener Gefühle statt. Mitgefühl kann somit erfahren werden. Mitgefühl kann und muss nicht trainiert werden, wenn Gefühle im Herzen erkannt statt mit dem Verstand diszipliniert werden wollen.

Ich darf durchaus undankbar sein, wenn ich es denn bin. Ich kann mich dafür ablehnen und ich kann mich damit annehmen. Doch Undankbarkeit ist ein wahrhaftiges Gefühl. In dem Moment, in dem ich es wahrnehme, ist es schon Teil meiner gefühlten Realität, egal, wie ich anschließend über Realität und Illusion denke. Für Liebeskummer, für Kummer und Schmerz, für Sorgen und Ängste, für schwere und leidvolle Erfahrungen muss niemand im Verstand dankbar sein. Und einbilden tut sich der Mensch seine leidvollen Gefühle nicht. Er würde alles tun, um diese zu vermeiden. Doch gerade die leidvollen Gefühle münden in bewusstes Mitgefühl im Bewusstsein der seelischen Verbundenheit mit allen Menschen.

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