Blog

Gehe achtsam mit dem um, was Du alles an Achtsamkeit verlangst, von Dir oder anderen. Es ist immer Dein Verlangen, welches sich durch Dich erfährt. Verlangen will sein, will sich erfahren. So wie sich Entsagung erfahren will. Was wäre die Entsagung, wenn da nichts wäre, dem Du entsagen könntest? Also sage auch bewusst zu.

Genieße die Existenz der Liebe, die jede Entsagung, jede Zusage, jede Askese und jede Maßlosigkeit ist. Alles davon hat mit Gefühlen zu tun. Gerade die Gefühle, die wir nicht wollen, brauchen das meiste Mitgefühl.

Mitgefühl kann nicht im Verstand trainiert werden, wenn es im Herzen transformativ erfahren werden will. Das ist die transformative Macht des Herzens, in der das Ego demütig seine Machtlosigkeit anerkennt. Gerade Machtlosigkeit und Hilflosigkeit sind Gefühle, denen das sehnsüchtig nach Macht und Licht strebende Ego des Menschen macht- und hilflos gegenübersteht, bis es sich ergibt. Ergebung ist ein Gefühl. Es ist die Tiefe der Hingabe, auch der Liebe zu Deinem Ego.

Was eines Tages übrig bleibt, ist das Nichts. Im Nichts ist auch nichts. Die Leere ist leer, der eine jede Fülle folgen kann. Die Liebe ist die ganze Fülle.

Wahre Demut hat immer auch mit Wahrheit zu tun. Die Suche nach Wahrheit, der eigenen Wahrheit, lehnen viele ab. Viele behaupten gar, es gäbe keine Wahrheit oder keinen Sinn. So erfahren sie ihre Behauptungen, aber nicht die Tiefe der Weisheit, die jede Behauptung, jeder Sinn und jede Wahrheit ist. Liebe ist Wahrheit. Und Ablehnung ist Teil der ungeschönten Wahrheit. Der Mensch kann alles annehmen, was er einmal abgelehnt hat, einschließlich der Ablehnung selbst, der Selbstablehnung.

Kommentar schreiben