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Das kleine ICH grenzt Raum ab und nennt diesen dann MEIN. Das große ICH erkennt, dass es - abgesehen vom eigenen Selbst - kein MEIN gibt.

Erkenne was die Dinge wirklich sind.
Dinge sind Formen der Welt.
Dinge können und dürfen erfreuen und gefallen.
Dinge sind jedoch nicht DU. Sind nicht DEIN.
Was nicht DEIN ist, kann dir nicht genommen werden.

Habe Freude an den Dingen der Welt.
Lasst die Dinge nicht die Welt werden.

Wir kommen nackt zur Welt und bekommen dabei alles mit “was unser” ist.
Im Laufe der Zeit bekommen wir immer mehr - mehr oder weniger - nützliche und sinnvolle “Dinge” zu Seite gestellt. Diese Dinge werden schnell zu “unserem”. Zu MEIN. Zu Besitz. Mit diesem MEIN-Denken kommt auch Verlust-Denken. Je mehr wir besitzen, umso mehr können wir verlieren. Diese Angst vor Verlust kann wachsen. Jedes Mehr an Besitz kann ein Mehr an Angst mitsichbringen.

Die Lösung ist nicht Besitzlosigkeit. Besitzlosigkeit ist zwar eine Möglichkeit, jedoch keine Notwendigkeit. Die Lösung ist eine Haltungsveränderung. Erkennen dass es abgesehen vom eigenen SEIN - kein MEIN gibt.

MEIN und DEIN sind - da ein dualistisches, ein trennendes Konzept - eine Funktion des kleinen ICHs. Wenn wir dies erkennen, verstehen und annehmen können, ist ein Haltungswechsel problemlos möglich.

Beispiel: Grund und Boden
Das kleine ICH grenzt ein Stück Boden ab und nennt dieses Stück dann MEIN.
Die Begrenzung erschafft ein “MEIN”. Die Grenze macht dieses “MEIN” jedoch KLEIN.
Würden diese Grenzen - in Form von Mauern und Zäunen - nur in der physischen, in der greifbaren Welt - gezogen, wären sie wahrscheinlich leicht zu überwinden.

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