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Gefühle und das Leben erfahren sich durch Veränderung. Insofern ist der Wandel das Beständige. Stillstand wäre der Tod. Ohne Spannung wäre keine Entspannung erfahrbar, ohne Beschleunigung keine Entschleunigung, ohne Langeweile keine Abwechslung, ohne Freude keine Angst und ohne Trennung keine Verbindung.

Jede Integration erfordert die Existenz der Ausgrenzung. Wie fühlt sich Ausgrenzung an? Wie fühlt sich das Gefühl der Heimat, des Dazugehörens und der Teilhabe an? Jeder kann sich anschauen, wen er aus seinem Leben ausgrenzt oder am liebsten ausgrenzen möchte. Meist will der Mensch damit auch ein Gefühl aus seinem Leben ausgrenzen – bis er dieses Gefühl bewusst in sich integriert.

Jeder hat mit Menschen zu tun, die er nicht mag. Dann mag der Mensch auch ein Gefühl nicht. Wer so tut als ob er jeden und jedes Gefühl mag, der ist scheinheilig. Wer Menschen oder Erfahrungen am liebsten vergessen will, der will auch bestimmte Gefühle vergessen. Dadurch erfahren sich exakt die Gefühle, nach denen er sich sehnt. Der Mensch strebt immer nach dem Gefühl, welches ihm fehlt. Sonst würde er nicht streben. So lässt der Mangel den Menschen die Fülle suchen und inneren Reichtum erfahren.

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