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Foto: © Universum Film

Ein Film über eine ‚Aussteiger-Familie‘, die in den Wäldern Nordamerikas lebt. Ihr Leben wird durch den Tod der Mutter schlagartig verändert und es kommt zur Konfrontation mit der sogenannten ‚normalen‘ Welt. Der hochgebildete Familienvater Ben Cash (Viggo Mortensen) erzieht seine sechs Kinder ganz nach seinen Vorstellungen, vor allem auch politisch.

Er unterrichtet sie ausschließlich selbst und bringt ihnen nicht nur ein überdurchschnittliches Wissen bei, sondern auch, wie man jagt und in der Wildnis überlebt. Nach dem Tod seiner Frau ist er gezwungen, die Einsamkeit der Wälder mit all den selbst geschaffenen Werten zu verlassen und der ‚realen‘ Welt, wie diese für den Großteil der Amerikaner aussieht, entgegenzutreten. Die Familie will ihrer Mutter die letzte Ehre erweisen und macht sich somit auf den Weg quer durch die USA zur Beerdigung, klarerweise in einem alten, klapprigen Bus. Die Reise ist mit komischen sowie traurigen Momenten gespickt, welche die Ideale von Ben, für die er bisher gelebt hat, nachhaltig infrage stellen.
Ich habe mir einen gänzlich anderen Film erwartet und kann bis jetzt nicht ganz entscheiden, ob er mir gefallen hat oder nicht. Der Film bedient einige Klischees wie die ‚Aussteiger-Familie‘, die keinen Computer oder Firmen wie Nike kennt. Aber es ist ein schönes Gedankenexperiment, wie es sein könnte, wenn jemand abgeschottet von unserem ganz normalen Wahnsinn aufwächst. Gegen Ende des Films zeigt sich, dass sich vielleicht doch der Weg der Mitte am ehesten umsetzen lässt. Am besten einfach selber anschauen und sich eine eigene Meinung bilden.

Filmstart:
Österreich 19.08.2016
Deutschland 18.08.2016
Schweiz 18.09.2016

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