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Die Olympischen Spiele in Rio sind ein sportliches Großereignis. Weltweit reisen Menschen an, um an diesem teilzunehmen. Wie bei jedem Event dieser Größenordnung werden viele Tonnen an Lebensmitteln gebraucht, doch viele werden auch weggeschmissen. Haubenkoch Massimo Bottura will aus diesem ‚Abfall‘ nun Speisen für Hungerleidende zaubern.


Massimo Bottura weiß, wie man Menschen verwöhnt, nicht umsonst erhielt er im Jahr 2011 seinen dritten Michelin-Stern, eine der höchsten Auszeichnungen für Köche. In seinem Restaurant ‚Osteria Francescana‘ in Modena kostet ein Essen bis zu 600 Euro. Wer hier speisen möchte, sollte sich früh anmelden: Es stehen 1.900 Personen auf der Warteliste.
Obwohl Bottura fast ausschließlich eine sehr exklusive Klientel bedient, weiß er, dass der Großteil der Menschen nicht isst, um zu genießen, sondern um zu überleben. Aus diesem Grund hat er sich etwas ausgedacht:
Rund zwölf Tonnen an Lebensmitteln sollen während der Olympischen Spiele weggeworfen werden. Aus genau diesem ‚Müll‘ will Bottura mit seinem Team 5.000 Mahlzeiten kochen und diese ausschließlich für Bedürftige, und zwar umsonst, zubereiten. Deshalb gründete er auch die Organisation ‚RefettoRio‘ (‚Wiederherstellen‘), die auf Lebensmittelverschwendung hinweisen soll. In Rio eröffnete er eine 300 Quadratmeter große Fläche, auf der er und sein Team bis zum 21. August kochen werden. Er sieht es als seine soziale Verantwortung als einflussreicher Haubenkoch, darauf aufmerksam zu machen, dass ein Drittel der Lebensmittel jährlich auf dem Müll landet, obwohl 795 Millionen Menschen weltweit unterernährt sind.

Kommentare   

# Andrea Grassauer 2016-08-16 11:17
Grossartig!!!!
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# Manuela Marti 2016-08-16 11:18
Daumen hoch!
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