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Bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio treten erstmals nicht nur Länder gegeneinander an, auch ein Team bestehend aus Flüchtlingen ist mit dabei.


Das Team aus zehn Flüchtlingen aus vier verschiedenen Ländern – Kongo, Syrien, Äthiopien und Südsudan – fährt diesen Sommer nach Rio. Die Athleten aus dem ‚Team Flüchtlinge‘ sind aus ihrer Heimat geflohen und können bei den Olympischen Spielen daher nicht mehr unter ihrer Flagge antreten, sie werden stattdessen unter der olympischen Flagge bei der Eröffnung einlaufen. Die Olympische Charta sieht Sport als ein Menschenrecht an und fordert ein, dass dieser ohne Diskriminierung praktiziert werden soll. Die Olympischen Spiele sind ja eigentlich ein Bewerb der Nationen und das Internationale Olympische Komitee hofft dadurch dem Dilemma zu entkommen, dass es Menschen gibt, die keinem Land zugehörig sind. Dieses Team wurde gegründet als Antwort auf die fast 60 Millionen Menschen, die heute auf der Flucht sind, und soll Solidarität mit den Schicksalen der Flüchtlinge und ein Symbol der Hoffnung darstellen. Das Team wird vom ‚Olympic Solidarity Programme‘ unterstützt, welches auch Athleten aus sogenannten Entwicklungsländern unter die Arme greift.
Die Teilnahme der Flüchtlinge bedeutet jedoch nicht, dass keine Exklusion bestimmter Gruppen mehr stattfindet, zum Beispiel können Tibeter nicht an den Spielen teilnehmen, da sie – wenn überhaupt – nur unter chinesischer Flagge antreten könnten.

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