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Selten war ich so fasziniert wie von diesem Projekt. Auch wenn in Amerika einiges schiefläuft, mit diesem Projekt zeigt es Menschlichkeit, Zusammenhalt und Stärke. In mehreren Bundesstaaten werden nun Dörfer geplant – für die sozial schwächsten Einwohner.


Ein Rucksack, eine Tasche, ein Schlafsack: viel mehr besitzen die meisten Obdachlosen nicht. Und jene, die ein wenig mehr besitzen, haben ständig Angst, dass ihnen sogar ihr letztes Hab und Gut gestohlen wird. Jede Nacht dieselbe Frage: Wo schlafe ich heute? Für uns eine unvorstellbare Situation. Der Bundesstaat Oregon hat jedoch ein Projekt entwickelt, um genau diesen Menschen zu helfen.


Die Idee: eine Stadt für Obdachlose. Die Häuser sind für uns nichts Besonderes. Es gibt ein kleines Bett, eine kleine Ablagefläche, ein Fenster und eine Eingangstür. Insgesamt sind das fünf bis sieben Quadratmeter. Doch diese wenigen Quadratmeter machen den Unterschied: Sie machen aus Obdachlosen Personen, die ein Dach über dem Kopf haben, ein Zuhause. Sie müssen bei Wind, Schnee, Regen und Kälte nicht mehr auf der Straße sein, sondern können das schlechte Wetter glücklich durch ihr Fenster beobachten. Die Anlage selbst erinnert an eine Miniaturstadt, nur eben mit normalgroßen Bürgern. Diese haben ihre Häuser verziert, Gärten angelegt, Veranden gebaut und es sich einfach heimelig gemacht. Wie in jeder anderen Stadt stehen auch hier Fahrräder herum, Menschen spazieren durch die Straße und hin und wieder werden Versammlungen abgehalten.

 

village 2© facebook.com/OpportunityVillageEugene


Die Idee: eine energieautarke Stadt. Doch ‚Opportunity Village‘ ist mehr als nur eine Unterkunft. Um die Kosten so gering wie möglich zu halten und der Umwelt auch noch etwas Gutes zu tun, sind die Häuse nahezu energieautark. Dank der Mithilfe des Unternehmens ‚SunJack‘ können die Bewohner tragbare Solarzellen an ihren Wänden und Häusern anbringen. Der ökologische Fußabdruck ist ein Begriff, den mittlerweile jeder kennt. Im Gegensatz zu den amerikanischen Präsidentschaftskandidaten achten gerade die, die am wenigsten haben, darauf, ihren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten.

 

village 1© facebook.com/OpportunityVillageEugene


Die Idee: Zusammen sind wir stark. Das Projekt wurde von der Bevölkerung der Stadt Eugene selbst finanziert. Knapp 100.000 Dollar an Spenden wurden gesammelt, Sachspenden und ehrenamtliche Bauhilfe realisierten dieses Projekt schlussendlich. Seit der Eröffnung von ‚Opportunity Village‘ gab es weder Beschwerden von Anwohnern noch sonstige Probleme.

 

village 6© facebook.com/OpportunityVillageEugene


Die Idee: Zurück in die Gesellschaft. Um sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren, sind zwei Dinge besonders wichtig: ein Wohnsitz sowie ein Job. Den Job müssen sich die Bewohner selbst organisieren, doch hierfür werden ihnen Computer mit Internetzugang zur Verfügung gestellt. Auch in ‚Opportunity Village‘ spielt Geld eine Rolle, denn kostenlos kann man hier leider nicht wohnen. Die Kosten belaufen sich allerdings lediglich auf einen Dollar pro Tag. In der Miete enthalten sind die eigenen kleinen vier Wände, die Benützung von Gemeinschaftsküchen und -bädern, eine Jahreskarte für den örtlichen Bus und ein Computer mit Internetzugang.

 

Weitere Infos findest Du hier:
http://www.squareonevillages.org
https://www.facebook.com/OpportunityVillageEugene

Kommentare  
# Marina Lechner 2016-04-18 12:36
Genau so und nicht anders sollte man menschen helfen! Hilfe zur Selbsthilfe!! Ein Projekt das hoffentlich noch viele weitere Städte findet die es nachmachen
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# Anja Stein 2016-04-19 08:22
wie toll!!
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# Angelique Noir 2016-04-19 08:23
Duper super!
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