Aktuelles

Die Kunsttherapie ist eine sehr junge und zeitgenössische Form der Psychotherapie, die in der Mitte des 20. Jahrhunderts in den USA und Europa entstanden ist. Kunst als Therapie.

Diese Therapie spezialisiert sich vor allem auf das Arbeiten mit Medien und der Bildenden Kunst.
- malerische/zeichnerische Medien
- plastisch-skulpturale Gestaltungen
- fotografische Medien
Die Patienten sollen durch ihre künstlerischen Tätigkeiten unter therapeutischer Begleitung innere und äußere Bilder ausdrücken und ihre sinnliche Wahrnehmung ausbilden.
In den letzten Jahrzehnten haben sich viele verschiedene Formen der Kunsttherapie entwickelt, sowohl klinisch als auch pädagogisch und sozial.
Kunsttherapeutische Selbsterfahrung steht im Mittelpunkt.
Die Therapeuten wollen den Patienten helfen, sich durch die Kunst besser auszudrücken und sich selbst kennenzulernen, sprich: sich mit sich selbst und ihrem Werk auseinanderzusetzen.
Die Kunsttherapie ist mit der Kunstwissenschaft, der Psychologie und der Pädagogik verbunden.
Die Kunsttherapie wird in klinischen, pädagogischen, heilpädagogischen oder soziokulturellen Bereichen ausgeübt, also in Krankenhäusern, Schulen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Museen, Gefängnissen, Altersheimen und in freier Praxis.
Die Kunsttherapie ist in Europa unterschiedlich in der Gesundheitsversorgung verankert.

Kunst als Therapie
Art brut
Art brut ist ein fixer Begriff in der Kunst, allerdings nicht für eine Kunstrichtung oder als Stilbezeichnung. Eher für eine Kunst jenseits der etablierten Kunstformen. In Amerika wird auch oft Outsider-Art als Bezeichnung verwendet.
Jean Dubuffet lehnt sich oft an die stilistischen Merkmale in seinen eigenen Arbeiten an. Deshalb werden seine Werke oft fälschlicherweise auch als Art brut charakterisiert.
Er startet auch seine eigene Sammlung, wird jedoch sehr schnell von Kuratoren kritisiert. In Lausanne jedoch gibt es viele Interessierte, sie lassen Art brut als Stilbegriff weiterhin ausschließlich für diese Werke gelten und stellen ihn damit in Konkurrenz zu anderen Bezeichnungen für marginalisierte künstlerische Ausdrucksformen, z. B. „Bildnerei der Geisteskranken“, „zustandsgebundene Kunst“, „Naive Kunst“.
Art brut hat sich international durchgesetzt, trotz Offenheit und „Unschärfe“.
Durch die Anerkennung dieses Stils wurde in den letzten Jahrzehnten intensiv das künstlerische Arbeiten zu therapeutischen Zwecken gefördert. Einer der Ersten, der sich dafür eingesetzt hat, war der Österreicher Leo Navratil, der mit dem Künstlerhaus Gugging viel vorangebracht hat.

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