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Viele Menschen werden tagtäglich Opfer von Rassismus und Rechtsradikalismus. Der Rat der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) veröffentlichte diese Woche eine Stellungnahme hierzu.

Die DBU erklärt, dass Rassismus und Rechtsradikalismus in keiner Weise in Einklang zu bringen sei mit den ethischen Werten, die die Grundlage des buddhistischen Weges bilden. Das gelte für rassistische Hasssprache, herabmindernde und pauschale Unterstellungen genauso wie für Aufrufe zu und Ausführung von Gewalttaten.

Die Stellungnahme ist ein wichtiger Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs. In den vergangenen Jahren waren die Nachrichten gefüllt mit Berichten über Gewalttaten, die ihren Ursprung in Rassismus und Rechtsradikalismus finden. Die DBU gibt einige Beispiele: „die NSU-Morde, das Attentat an Walter Lübcke und der versuchte Anschlag auf die Synagoge in Halle“. Die politisch Rechte versucht Menschen zu binden und endet immer in Angst, Hass und Gewalt. Aktuelle Beispiele finden wir auch in den buddhistischen Ländern Asiens Burma und Sri Lanka: Hier gehen buddhistische Mönche mit Gewalt gegen muslimische Minderheiten vor.

Solch ein Verhalten verstößt gegen buddhistische Prinzipien wie das des Nicht-Verletzens und des Nicht-Tötens, wie die DBU hervorhebt:

„Alle buddhistischen Überlieferungen betonen den unverzichtbaren Wert der Friedfertigkeit und der Gewaltfreiheit sowohl um der Gemeinschaft willen, als auch zum Wohl des einzelnen Menschen:


‚Noch nie in dieser Welt
Hat Hass gestillt den Hass.
Nur liebende Güte stillt den Hass.
Dies ist ein ewiges Gesetz.‘
(Theravada-Buddhismus, Wort des Buddha, überliefert im Dhammapada)

 

‚Im Bewusstsein des Leides, das durch Fanatismus und Intoleranz entsteht, sind wir entschlossen, Lehrmeinungen, Theorien oder Ideologien, einschließlich der buddhistischen, nicht zu verherrlichen und uns nicht an sie zu binden Wir sind entschlossen, buddhistische Lehren als Orientierungshilfen zu sehen, um Verstehen und Mitgefühl zu entwickeln. Sie sind keine Dogmen, für die gekämpft, getötet oder gestorben werden sollte.‘
(Vietnamesischer Zen-Buddhismus, Thich Nhat Hanh)

 

‚Ein echter, dauerhafter Weltfrieden wird nur möglich sein, wenn jeder von uns sich von innen heraus darum bemüht. Deshalb ist es entscheidend, dass wir anderen gegenüber einfühlsam bleiben und – aus den Bewusstsein heraus, dass ihr Glück dem unseren gleichgestellt ist – nichts tun, was ihnen Leid zufügen könnte.‘
(Tibetischer Buddhismus, Seine Heiligkeit der XIV. Dalai Lama)“

Rassismus

Ursache\Wirkung bittet alle Leser, sich weiterhin in Toleranz, Mitgefühl, Empathie und Gewaltfreiheit zu üben, da diese die Grundlagen für eine harmonische Gesellschaft bilden.

Die Stellungnahme der DBU finden Sie hier.

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