Drei Fragen beschäftigen uns, seit es die Menschheit gibt. Die Antworten darauf werden in Philosophie und Wissenschaft diskutiert. Bernhard Müller hat dem Dalai Lama diese Fragen exklusiv für U\W unterbreitet. 

Der Kern des Zen ist immer der gleiche – egal, ob im Westen oder Osten praktiziert. Zen zielt auf die Erfahrung einer transpersonalen Wirklichkeit. Wir nennen es ‚Erwachen’.

Der Psychotherapeut und Lehrer für Buddhismus und Achtsamkeit Alexander Draszczyk spricht über buddhistisches Tantra, die Bedeutung der Geheimhaltung, die Stellung des Lehrers und erklärt die sexuelle Symbolik.

Eine achtsame Geisteshaltung (Sanskrit smŗti) ist die Grundlage für die Entfaltung aller anderen yogischen Qualitäten. Wird die Achtsamkeit auf einen bestimmten Bereich fokussiert und vertieft, ergibt sich eine besondere Klarheit des Bewusstseins, die Einsichten und Erkenntnisse (S. prajñā) begünstigt.

Ohne Zweifel gab es zu Buddhas Zeiten gesellschaftliche Strukturen, die es erlauben, gewisse Ähnlichkeiten mit unserer Kultur zu entdecken. So gab es verschiedene Berufe, die mit unseren zu vergleichen sind wie Herrscher und Politiker, Kaufleute, Krieger, Ärzte, Künstler, Bauern und Handwerker.

Der Buddhismus wird vielfach mit der Vorstellung in Verbindung gebracht, dass ein unerbittliches Karmagesetz das Leben und Sterben über den Tod hinaus regiert: Die vollbrachten Taten erzeugen durch ihre moralische Qualität ein ‚Karma', das in einem späteren Leben ‚reift' und zu einem neuen Körper in neuen Situationen führt. Was darin dann erlebt wird, ist verursacht durch vergangene Taten.

Das Sanskrit-Wort maitrī (Pali: metta) heißt wörtlich ‚Freundschaft', auch ‚Freundlichkeit, Wohlwollen, Liebe'. Maitrī als Qualität von Yoga ist die emotionale Seite der zuvor beschriebenen Aspekte Prajñā und Smŗti, denn Erkenntnis ohne Freundlichkeit bleibt herzlos und Freundschaft ohne Verständnis oberflächlich – genau dasselbe gilt für Achtsamkeit.

Steve und Rosemary Weissman sind die einzigen verheirateten Meditationslehrer des Theravada-Buddhismus, die weltweit immer gemeinsam unterrichten. Obwohl sie einen klaren, traditionellen Stil in ihren Retreats vermitteln, betonen sie die Wichtigkeit mitfühlenden und engagierten Handelns im täglichen Leben.

Die indische Lehre kann ein frisches erotisches Lüftchen ins Schlafzimmer bringen, versprechen herkömmliche Sexualratgeber. Nur wenige Menschen wissen aber, worum es sich bei Tantra genau handelt und was es bezwecken soll. Tantra jedenfalls kann sich positiv auf sämtliche Beziehungen im Leben auswirken.

Innerhalb der plastischen Buddha-Ikonografie begegnet uns eine breite Palette an Darstellungsvarianten. Wie kam es zu dieser Vielfalt und welche Bedeutungen stecken dahinter?