Zwischen ‚Heil' und ‚Spiritualität' wird oft ein Zusammenhang hergestellt und die Erwartungshaltungen sind hoch. Doch wo genau kann uns dieses versprochene ‚Heil' begegnen? Unter Spiritualität verstehe ich den bewussten Umgang des Bewusstseins mit sich selbst.

Prinz Siddhartha war schon ein erwachsener Mann, als er entschied, die fürstlichen Paläste seines Vaters zu verlassen, um eine persönliche Reise mit ungewissem Ausgang anzutreten: Es war eine legendäre spirituelle Suche, in deren Verlauf aus Siddhartha ein Buddha wurde.

Der Frage „Wer bin ich seelenloses Wesen?" wird in einem der reizvollsten Werke der buddhistischen Literatur nachgegangen – dem Milindapañha. Das Werk gibt einen Dialog zwischen dem griechischen König Menander und dem buddhistischen Mönch Nāgasena wieder.

Wir besitzen ein Wunder und dieses Wunder heißt ‚Körper'. Doch ohne unser Zutun funktionieren die komplexen Vorgänge in unserem Inneren auf Dauer nicht. Selbst der historische Buddha hat sich von der körperfeindlichen Askese als spiritueller Praxis abgewandt.

Wer sich Zeit nimmt, 21 Tage oder mehr zu gehen, zu pilgern, wird an sich selber wesentliche Veränderungen erleben. Wohltuend, befreiend, vertiefend. Pilgern gibt der Seele Luft zum Durchatmen, ist befreiend und vertiefend zugleich. Wo der Weg zum Ziel wird.

Innerhalb der plastischen Buddha-Ikonografie begegnet uns eine breite Palette an Darstellungsvarianten. Wie kam es zu dieser Vielfalt und welche Bedeutungen stecken dahinter?

Die Einsichtsmeditation ist eine beliebte Meditationsform, die sich auf die ursprünglichen Lehren des Buddha bezieht. Was sind die wichtigsten Kennzeichen dieser zeitlosen Meditation, wenn sie in unserer westlichen Kultur erfolgreich praktiziert wird?

Löse dich von den Dingen und reinige deinen Geist! Vom Keller bis zum Dachboden ist alles voll mit Dingen, die sich über die Jahre ansammeln. Wo ist die Klarheit, wo die Luft zum Atmen? Ordnung und Leere und die daraus resultierende Klarheit sind es, die Zen-Räume ausmachen.

Einfach nur urlauben – all inclusive – in der ‚DomRep' oder auf ‚Fuerte', kommt für viele Reisende nicht mehr infrage. Reisen mit Yoga-Programm oder täglicher Meditation in einem Ashram sind gefragt. Die Suche nach spiritueller Magie und Entschleunigung prägt heute den Tourismus.

Tantra ist eine jahrtausendealte asiatische Philosophie, über die im Westen die wildesten Gerüchte kursieren. Dabei ist es lediglich ein spiritueller Weg, der tabulos mit Emotionen und Begierden umgeht, um sich von ihnen zu lösen.

Der Hinduismus blickt auf eine Tradition von etwa 5.000 Jahren zurück. Von Anfang an ist dabei Meditation im Sinne der Sammlung des Geistes eine zentrale Praxis. Bereits in der um 1900 vor Christus untergegangenen Industalkultur findet sich die Darstellung einer Gestalt im Yoga-Sitz.

Welche Vor- und Nachteile hat es für die Lehre Buddhas, dass dieser Mönchs- und Nonnenorden gegründet wurde? Es wäre irrig zu glauben, zu Buddhas Lebzeiten wäre der buddhistische Orden eine heile Welt gewesen.

Nach Ansicht von Philosophen, Psychologen, Soziologen und neuerdings auch von Neurowissenschaftlern ist die wichtigste Frage, die sich Menschen stellen, die nach dem ‚Wer bin ich?'. Sie wird in Wissenschaftskreisen auch Identitätsfrage genannt.

Welche körperlichen und geistigen Dimensionen der Sex im Alter hat und warum Sex eine Quelle von Lust und Freude, aber auch eine lebenslange – spirituelle – Übung sein kann.

Wann und wie der historische Buddha lebte, interessiert viele Buddhisten. Was wir glauben zu wissen und welche Quellen und Interpretationen wir wirklich zur Verfügung haben. Hauptquelle für eine Biografie Buddhas sind die Überlieferungen in unterschiedlichen Sprachen.

Richard Wagner ist nicht nur ein deutscher Komponist und ein europäisches Phänomen des 19. Jahrhunderts, er ist so etwas wie eine Weltmacht der kulturellen Innovation mit politischer Relevanz.

Die spirituelle Suche wird meist als Weg zu sich selbst oder als Weg zu Gott gesehen. Als ich mich auf den ‚Weg' machte, war mir das zu diesem Zeitpunkt gar nicht klar. Erst im Rückblick ist es erkennbar, wann ich die ersten Schritte gegangen bin.

Die indische Lehre kann ein frisches erotisches Lüftchen ins Schlafzimmer bringen, versprechen herkömmliche Sexualratgeber. Nur wenige Menschen wissen aber, worum es sich bei Tantra genau handelt und was es bezwecken soll. Tantra jedenfalls kann sich positiv auf sämtliche Beziehungen im Leben auswirken.

Der Psychotherapeut und Lehrer für Buddhismus und Achtsamkeit Alexander Draszczyk spricht über buddhistisches Tantra, die Bedeutung der Geheimhaltung, die Stellung des Lehrers und erklärt die sexuelle Symbolik.

In den Reden des Buddha finden wir nichts über den Umgang mit der sexuellen Kraft, außer dass es für den Mann nichts Anziehenderes gibt als den Körper der Frau und umgekehrt. Dafür lesen wir viel über Sinnesvergnügungen und Sinnesfreuden und den rechten Umgang damit. Für den Weg der Menschen, die sich an Buddhas Lehre orientieren, ist das rechte Verständnis davon von großer Bedeutung.

Die spirituelle Suche ist bei uns zum Massenphänomen geworden. Was suchen wir denn eigentlich? Und warum müssen wir dafür so weit reisen? Der spirituelle Reisewahn begann mit den christlichen Missionaren. Sie waren die ersten echten spirituellen Abenteurer.

Religionswissenschaftler Johannes Figl, Theravada-Mönch Bhante Seelawansa, Tibetologin Tina Draszczyk (Karma Kagyü) und U\W-Herausgeber Peter Riedl diskutierten bei einem ‚Runden Tisch' unter der Leitung von Ursula Baatz über Glaubensvorstellungen, religiöse Inhalte und den Sinn der staatlichen Anerkennung des Buddhismus in Österreich.

Wie man von Körper und Bewegung in den Geist und die Spiritualität kommt. Der Daishin-Zen-Weg mit seinen drei Übungspfeilern zeigt, wie wir unsere in Meditation, Yoga-Asana-Training oder Sport gewonnenen Erfahrungen für einen erfüllten Weg in uns selbst und unsere Welt nutzen können.

Der Buddhismus wird vielfach mit der Vorstellung in Verbindung gebracht, dass ein unerbittliches Karmagesetz das Leben und Sterben über den Tod hinaus regiert: Die vollbrachten Taten erzeugen durch ihre moralische Qualität ein ‚Karma', das in einem späteren Leben ‚reift' und zu einem neuen Körper in neuen Situationen führt. Was darin dann erlebt wird, ist verursacht durch vergangene Taten.