Meditation

Der NLP-Master-Trainer Marc A. Pletzer spricht über den Zusammenhang von Meditation und Gesundheit, seine Erfahrungen, seine Thesen und wie er Menschen dabei unterstützt, gesund zu werden. Sind wir selbst verantwortlich für unsere Krankheiten?

Wie hängen Gesundheit und Meditation zusammen?
Ich glaube, Heilung ist in tief entspannten Zuständen am leichtesten möglich. Alle Heiler auf diesem Planeten arbeiten selbst tief entspannt und sorgen dafür, dass Menschen, die Heilung suchen, auch in tief entspannten Zuständen sind.
Für mich ist das logisch – Kleinkinder verbringen den überwiegenden Teil des Tages in Gehirnwellenregionen irgendwo im Delta-Bereich, der einer Tiefenmeditation entspricht. Sie sind in einer Phase extremen Wachstums und Lernens auf körperlicher und geistiger Ebene – krabbeln, laufen, sprechen.
Die Natur scheint es so eingerichtet zu haben, dass wir in tief entspannten Zuständen am leichtesten wachsen und lernen. Ich glaube, dass damit auch der Heilungseffekt zusammenhängt, der im tief entspannten Zustand auf körperlicher Ebene stattfindet.
Meditation verändert die Schwingung eines Menschen. Ein schönes Bild dafür ist ein Korken, den jemand das ganze Leben unter Wasser drückt – das wäre unser wachbewusster Zustand. In der Meditation kommt dieser Korken frei und schwimmt oben, bis die Meditation beendet ist, dann wird der Korken wieder aktiv unter Wasser gedrückt. Deshalb fühlen sich Menschen manchmal so ausgelaugt.
Das bedeutet, wenn ich eine Viertelstunde am Tag meditiere und den Korken frei schwimmen lasse, entwickle ich dadurch eine Menge heilender Energie. Insgesamt bewirkt Meditation, dass mein Schwingungsniveau über den ganzen Tag hinweg erhöht wird. Menschen, die beginnen, regelmäßig zu meditieren, berichten schon nach zwei bis drei Wochen, dass sie viel entspannter sind. Der Stress verschwindet aus ihrem Leben, Krankheiten lösen sich auf. Je mehr Zeit ich in einem meditativen Zustand verbringe, umso leichter findet Heilung in meinem Körper statt.

Sprechen Sie von Trance oder Meditation?
Für mich ist kaum ein Unterschied zwischen Meditation und Trance. Die Trance ist zielgerichteter – zum Beispiel bei einer Gesundheitstrance sorge ich gezielt dafür, dass der andere sich vorstellt, wie er ein passendes Medikament einnimmt, das die Erkrankung auflöst, oder ich schicke Lichtenergie durch den Körper und gebe gezielte Suggestionen zum Thema Heilung.
Die klassische Meditation ist einfach ein tief entspannter Zustand. Gehirnwellentechnisch ist da kein großer Unterschied, im ersten Fall aktiviere ich noch die visuellen Fähigkeiten des Gehirns. Beide Formen sind wirksam und für die meisten Menschen in unserer Kultur ist eine Heiltrance leichter anwendbar.

Wie unterstützen Sie Menschen dabei, gesund zu werden?
Das Wesentlichste ist, die negativen Glaubenssätze der Ärzte und der Pharmaindustrie aufzulösen, da gibt es eine Menge Fehlinformationen in den Köpfen der Menschen. Wenn die weg sind, kann ich mit einer Heilmeditation sehr viel leichter zur Heilung beitragen.
Wir haben bei unseren Seminaren regelmäßig Teilnehmer, die Krankheiten manifestiert haben, mit denen wir dann arbeiten.

Was meinen Sie mit ‚Krankheit manifestieren'?
Ich sage gern, dass Menschen eine Krankheit manifestiert haben, weil das deutlich macht, dass sie die Verantwortung dafür tragen. Die Wahrnehmung in unserer Kultur ist anders – da ist Krankheit etwas, das einen einfach überfällt.
In meiner Welt ist Erkrankung simpel die Konsequenz einer Dissonanz in einem Menschen. Wenn ich die Leute, die zu mir kommen, frage, was ist es für ein Gefühl, das die Krankheit in ihnen auslöst, dann können sie es meist genau sagen: Hilflosigkeit, Wut, Ärger, Sauersein oder Überforderung sind die Klassiker. Auf die Frage, ob sie vorher in anderen Lebenssituationen dasselbe Gefühl hatten, haben mir das bisher alle bestätigt.
Daraus können wir lernen, dass Krankheit ein Rettungsanker des Körpers ist, wie ein Hinweis. Zum Beispiel, wenn sich jemand in seiner beruflichen Situation überfordert fühlt, an der Situation aber nichts ändert. Die Überforderung nimmt immer weiter zu und er geht schon beim Gedanken an den Job in dieses Gefühl. Dann ist die logische Konsequenz, dass er eine Krankheit manifestiert, die in ihm das Gefühl der Überforderung auslöst.
Mit den Meditationen, Trancen und der Arbeit mit den Glaubenssätzen nach dem Modell des NLP bringen wir diesem Menschen bei, wie er sein Gefühl von Überforderung verändern kann. Dadurch bekommt er ein neues Verhältnis zur Situation und kann sich darin konkret anders verhalten. Wirklich spannend, wie solche Krankheiten dann innerhalb weniger Tage verschwinden.

Was ist NLP?
Es ist ein Modell, wie das Gehirn funktioniert und Informationen verarbeitet. Dadurch ist es eine Technik mit vielen Facetten, wie man schnelle Veränderung bewirkt. Wir können damit Veränderung über Nacht oder innerhalb weniger Tage möglich machen. Es geht immer darum, wie das Gehirn Informationen verarbeitet, das drückt sich in der Sprache aus, die jemand spricht. Deshalb steht NLP als Abkürzung für neuro-linguistisches Programmieren.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht, wie das bewusste Ändern der Gefühle wirklich Krankheiten geheilt hat?
Wir haben schon alle möglichen Arten von Heilung im Seminar erlebt. Es sind Tumore oder Zysten verschwunden, Frauen sind schwanger geworden, die das zuvor zehn Jahre lang mit allen medizinischen Tricks vergeblich versucht hatten. Der Schlüssel war, dass der Mensch das Gefühl verändert hat und es die Krankheit damit nicht mehr im Körper aushalten kann, weil die Schwingung nicht mehr vorhanden ist.

Wozu gibt es dann eigentlich Ärzte?
Es gab vor der Industrialisierung keinen einzigen Arzt. Es gab nur Naturheilverfahren und in jeder Familie war jemand, der sich damit auskannte, häufig die Frauen. Seit Beginn des letzten Jahrhunderts hat sich das in eine Apparate- und Chemiemedizin verwandelt. Heute lassen sich die Pharmariesen schon alle möglichen natürlichen Stoffe patentieren, verbieten Naturheilmittel und in manchen Ländern ist Hypnose verboten und nur den Ärzten erlaubt.
Das Paradoxe an dem System ist ja, dass in Krankenhäusern Heilung schwer ist, wenn wir jetzt auf unser Thema Meditation zurückkommen. Es sind brutalste Maschineriebetriebe – gerade auf der Intensivstation, wo es darauf ankäme, kommt der Patient überhaupt nicht mehr zur Ruhe.
Wir reden nicht mal von Meditation, sondern nur von schlafen, was ja auch eine Art meditativer Zustand ist. Wenn ich ihnen den Schlaf raube, werden sie mehr und mehr Medikamente brauchen.

Hat die Abwesenheit von Gesundheit eigentlich auch einen Nutzen?
Aus meiner Sicht sind wir nicht auf der Erde, um Lektionen zu lernen, sondern, um Spaß zu haben. Ein negatives Gefühl ist eine Warnung, dass ich gerade etwas in mein Leben ziehe, das ich nicht will. Die Krankheit folgt dann als manifestierte Warnung – anders würden manche ihr Schwingungsdefizit gar nicht erkennen können. Nur wer auch diesen Warnhinweis weiter ignoriert, der fällt dann irgendwann den Felsen runter.

Was empfehlen Sie Menschen, die gesund werden wollen?
Meditation! Das Erste, was die Menschen wieder lernen dürfen, ist, die Verantwortung für ihren Körper und ihr Leben zu übernehmen. Krankheit ist nichts, was mich aus der Hecke angefallen hat, sondern etwas, das ich mit meiner eigenen Schwingung angezogen habe. Dadurch wird es erstmals möglich zu verstehen, dass in mir auch die Heilung sein muss.
Wer hat meinen Körper gebaut? Wer hat einer Zelle gesagt: „Du bist eine Leberzelle, eine Nierenzelle oder ein Fingernagel"? Etwas in mir hat offensichtlich die Intelligenz zu wissen, dass aus dieser Zelle ein Fingernagel oder eine neue Leberzelle wird.
Wir sind Schwingungswesen, die eine Zeit lang mit diesem Körper als eine Art Raumanzug auf der Erde spazieren gehen. Als Schwingungswesen habe ich eine Krankheit manifestiert, das bedeutet, dass ich als Schwingungswesen heilen muss.
Solange die Menschen der Meinung sind, sie würden von Krankheiten überfallen und dass sich ihr Hausarzt besser mit ihrem Körper auskennt als die Intelligenz in ihnen, die den Körper gebaut hat, solange wird sich an unseren Heilungsprozessen nichts wesentlich verändern.
Erst wenn der Einzelne in der Lage ist, seine Gefühle zu verändern und damit anders auf die Situationen im eigenen Leben zu reagieren, geschieht Heilung.
Für mich ist völlig klar, wenn ich ‚Unheilbares' aus der Sicht westlicher Ärzte manifestiert hätte, würde ich zu Heilern fahren, weil ich glaube, dass sie etwas können, das andere nicht können. Viele Ärzte bei uns im Westen werden Ärzte, weil sie heilen wollen. Aber was sie im ersten, zweiten, dritten Semester lernen, ist, bei den Krankheiten, wo es uns wichtig wäre, sei Heilung nicht möglich. Sie akzeptieren das.
Ich würde sagen: Dann hast du jemand Falschen gefragt! Wenn ich ein Schöpfer bin, muss Heilung möglich sein, egal, in welchem Stadium.

Könnten wir damit die Welt heilen?
Ich glaube gar nicht, dass das ein Ziel ist. Nehmen wir an, es hat einen Jesus gegeben und er war in der Lage, Menschen zu heilen. Warum hat er nicht die ganze Welt geheilt?
Ich könnte die Frage auf mein Leben übertragen: Mein Vater hatte eine aus Sicht westlicher Mediziner ‚unheilbare' Krankheit und hat damit noch acht Jahre gelebt. Er hätte also in dieser Zeit zu Heilern fahren können, hätte indianische Eingeborene um sich herum tanzen lassen können oder chinesische Mönche brummen lassen oder im Dschungel in Peru Lianensaft trinken und Pilze essen können. Warum hat er das nicht angezogen?
Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen noch im Opferbewusstsein sind und Krankheiten als unlösbar akzeptieren. Das ist völlig in Ordnung, wenn jemand das so für dich entscheidet! Wir existieren ja ohnehin alle ewig. Wenn wir Krankheiten aus dieser Perspektive betrachten, können wir uns entspannen und die Sache lockerer nehmen. Es wird nie eine Heilmethode geben, die allen hilft.
Menschen werden die Heilmethode anziehen, an die sie glauben. Wenn sie nicht an Heilung glauben, wird es für sie keine Heilung geben. Anders könnten wir nicht lernen, dass wir Schöpfer unserer eigenen Umstände sind. Dafür müssen wir dazwischen ab und zu mal sterben.
Ich kenne einen Qigong-Meister, der zu unheilbaren Krankheiten wie Krebs ganz simpel sagt: „Wenn diese Menschen ihr Herz wieder für die Liebe öffnen, verschwindet der Krebs über Nacht." Er heilt Dutzende Menschen. Seine eigene Frau ist an Krebs gestorben. Sie war im Krankenhaus mit einem Tumor, die Ärzte gaben ihr noch zwei Wochen. Ihr Mann hat mit ihr Qigong-Übungen gemacht und innerhalb von zwei Wochen war der Tumor komplett verschwunden. Zwei Jahre später hatte sie wieder einen Tumor und ist daran gestorben. Was war passiert: Sie hat die Gefühle von Hass, Widerstand und Ungeliebtsein nicht verändert, sondern ist wieder in alte Verhaltensmuster zurückgefallen. Es war ihre Entscheidung, dass sie diese Emotion nicht verändern möchte.
Die Frage ist: Wie reagiere ich auf eine Welt, die so ist, wie sie ist? Das ist die Freiheit von Leben: dass ich lerne, ich kann mich jederzeit verändern.

 

Marc A. Pletzer, geboren 1964, arbeitet seit zehn Jahren als NLP-Master-Trainer. Er ist Mitglied im Transformational Leadership Council und hat zahlreiche Bücher, Hörbücher und Trancen zum Thema persönliche Veränderung veröffentlicht. Mehr über seine Arbeit finden Sie unter: www.fresh-academy.de
 
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